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Apple-Aktie fällt trotz Rekordumsatz: Ausblick enttäuscht

ARCHIV - Das Apple-Logo leuchtet am 2. April 2026 in einem Laden in München.
Archiv: Das Apple-Logo leuchtet in einem Geschäft in München, am zweiten April 2026. Copyright  AP Photo/Matthias Schrader, File
Copyright AP Photo/Matthias Schrader, File
Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Apple steigert iPhone-Umsatz im Quartal bis Juni um fast 22 Prozent, verfehlt mit seiner Prognose für das laufende Vierteljahr jedoch die Erwartungen der Analysten.

Apple hat am Donnerstag mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Treiber waren vor allem starke Verkäufe von iPhones und Mac-Computern. Es war zugleich der letzte Geschäftsbericht von Tim Cook als Konzernchef.

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An der Börse rückte jedoch der verhaltene Ausblick in den Mittelpunkt. Apple rechnet im laufenden Quartal mit einem Umsatzplus von 9 bis 11 Prozent und bleibt damit unter den Erwartungen vieler Analysten von rund 12 Prozent.

Die starken Zahlen werden zudem von steigenden Kosten für Speicherchips und Engpässen bei moderner Chipfertigung überschattet, teilweise ausgelöst durch den Boom bei Künstlicher Intelligenz.

Apple hatte die sprunghaft gestiegene Nachfrage zuvor als „beispiellose Herausforderung“ für die Unterhaltungselektronikbranche bezeichnet.

Als Reaktion darauf kündigte der Konzern im vergangenen Monat Preiserhöhungen für einige Mac- und iPad-Modelle an. Die Preise für das iPhone blieben bislang unverändert, doch Analysten rechnen damit, dass Apple sie noch in diesem Jahr anheben könnte.

Der Hersteller von iPhone und iPad erwirtschaftete im Zeitraum April bis Juni einen Gewinn von 29,79 Mrd. Dollar (25,9 Mrd. Euro) beziehungsweise 2,02 Dollar je Aktie. Ein Jahr zuvor waren es 23,43 Mrd. Dollar (20,4 Mrd. Euro) oder 1,57 Dollar je Aktie – ein Anstieg um 27 Prozent.

Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 109,42 Mrd. Dollar (95,2 Mrd. Euro) zu, nach 94,04 Mrd. Dollar (81,8 Mrd. Euro) im Vorjahr.

Die Erlöse mit dem iPhone stiegen um 21,7 Prozent auf den Quartalsrekord von 54,25 Mrd. Dollar (47,2 Mrd. Euro). Der Mac-Umsatz kletterte um 28,7 Prozent auf 10,35 Mrd. Dollar (9 Mrd. Euro).

Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 1,89 Dollar je Aktie und einem Umsatz von rund 109 Mrd. Dollar (94,8 Mrd. Euro) gerechnet, wie Daten des Anbieters FactSet zeigen. Rückerstattete Zölle steuerten 0,11 Dollar je Aktie zum Ergebnis bei.

„Heute kann Apple das stärkste Juni-Quartal seiner Geschichte vermelden – mit zweistelligem Umsatzwachstum bei iPhone, Mac und Services und in allen Regionen“, erklärte Tim Cook, der noch amtierende Konzernchef.

Es war Cooks letzte Telefonkonferenz zu Quartalszahlen, bevor er nach 15 Jahren als Chef abtritt. John Ternus, bisher Leiter der Hardware-Entwicklung, übernimmt am 1. September.

„Ich habe größtes Vertrauen in seine Führung, in das Führungsteam und in die außergewöhnlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Apple“, sagte Cook.

Apple erwirtschaftet weiter reichlich Barmittel, ohne die gewaltigen KI-Investitionen, mit denen viele andere Tech-Giganten kämpfen. „Das zeigte sich in den meisten Bereichen des Geschäfts“, sagte Thomas Monteiro, Analyst bei Investing.com.

„Der Markt sorgt sich zunehmend um die Entwicklung des freien Cashflows bei anderen Tech-Schwergewichten – Apple hebt sich da als sicherer Hafen im Sturm hervor.“

Zugleich warnte Monteiro, dass die steigenden Speicherkosten Apple in den kommenden Quartalen unter Druck setzen könnten.

Cook sprach von einem „Jahrhunderthochwasser“ bei Speicherpreisen und rechnet damit, dass die Kosten im laufenden Quartal weiter steigen.

Außerdem profitiert Apple künftig nicht mehr von den Zollerstattungen, die die jüngste Gewinnmarge gestützt haben. Die Einführung neuer iPhone-Modelle im September und mögliche weitere Preiserhöhungen dürften den Effekt laut Monteiro allerdings „abfedern“.

Die Apple-Aktie verlor im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise bis zu 8 Prozent, machte einen Teil der Verluste später aber wieder gut.

Erst vor Kurzem hatte der Konzern dem Chipentwickler Nvidia den Titel als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt wieder abgenommen.

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