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Kein Großangriff auf Iran: Trump verkündet neue Gespräche ab Montag

Eine Frau schwenkt in der Innenstadt von Teheran neben einer Werbetafel die iranische Flagge, am ersten August 2026.
eine Frau schwenkt die iranische Flagge neben einem Plakat in der Innenstadt von Teheran, am ersten August 2026 Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Seit Ende Februar befinden sich Washington und Teheran im Krieg. Verschiedene diplomatische Anläufe sind gescheitert. Nun soll es nach Angaben von Präsident Trump einen neuen Versuch geben.

Die Woche soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump mit neuen Verhandlungen zwischen seinem Land und dem Iran beginnen. Er verzichte vorerst auf weitere Angriffe auf die Islamische Republik, um eine Vereinbarung auszuloten, so Trump. Er wolle den seit Ende Februar andauernden Krieg beenden.

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Trump sagte Reportern am Sonntag, die Gespräche sollten sich auf die Straße von Hormus konzentrieren. Die Meerenge ist eine zentrale Route für die weltweite Energieversorgung und inzwischen Hauptstreitpunkt in dem bewaffnetne Konflikt. Bei den Verhandlungen soll auch um die Entnuklearisierung Irans gehen.

Straße von Hormus auch Thema zwischen Iran und Oman

Teheran erklärte seinerseits, es stehe kurz vor einer Einigung mit Oman über eine neue Route durch die Meerenge. Dort hatte ein Tanker am Sonntag eine Explosion gemeldet. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Unsicherheit in dem strategisch wichtigen Seegebiet.

Die Ölpreise gaben am Montag zum Handelsauftakt in Asien nach, nachdem Trump die neuen Gespräche angekündigt hatte. Die Rohölsorte West Texas Intermediate aus den USA fiel um 4,7 Prozentauf 80,72 US-Dollar (69,99 Euro) je Barrel.

Seit dem 28. Februar befinden sich Washington und Teheran im Kriegszustand. An diesem Tag hatten die USA und Israel überraschende Angriffe auf Ziele im Iran gestartet. Eine insgesamt stockende Diplomatie sorgte zwischenzeitlich immer wieder für Phasen relativer Ruhe.

Nach der Rückkehr zu Luftangriffen im vergangenen Monat wuchs die Sorge, der Konflikt könne erneut eskalieren. Trump hatte damit gedroht, Iran „sehr hart“ zu treffen. Medien berichteten, er erwäge neue Angriffe auch auf Energieinfrastruktur, US-Botschaften in der Region befanden sich in Alarmbereitschaft.

Screenshot eines Beitrags auf dem Truth-Social-Konto von US-Präsident Donald Trump, 3. August 2026
Screenshot eines Beitrags auf dem Truth-Social-Konto von US-Präsident Donald Trump, 3. August 2026 @realDonaldTrump

Trump rückte am Samstag von dieser Drohung ab und erklärte, die „Umrisse“ eines Abkommens seien vorhanden.

Jetzt sprechen wir mit ihnen im Rahmen von Verhandlungen. Die beginnen morgen Nachmittag.
Donald Trump
US-Präsident

Das sagte Trump am Sonntag vor Reportern an Bord der Air Force One. Details zu Ort oder Teilnehmern der Gespräche nannte er nicht.

"Größter Angriff seit Zweitem Weltkrieg" abgesagt

Der US-Präsident erklärte, Iran sowie die US-Partner Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar hätten ihn gebeten, die Angriffe auszusetzen. Er behauptete, die geplanten Schläge wären „der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg“ geworden.

Iranische Medien widersprachen und betonten, Teheran habe Trump nicht gebeten, auf Angriffe zu verzichten. Eine frühere Waffenruhevereinbarung, die auch die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsah, ist gescheitert. Iran hat seither seine Kontrolle über die Wasserstraße weiter verschärft.

Zu Beginn des Konflikts hatte Trump erklärt, der Krieg sei notwendig, um Irans Atomprogramm in den Griff zu bekommen. Westliche Staaten werfen Iran vor, an einer Atombombe zu arbeiten. Teheran beharrt darauf, das Programm diene ausschließlich zivilen Zwecken.

Iranischer Sprecher bestätigt „Meinungsaustausch“

Der iranische Parlamentarier Hassan Ghashghavi, Sprecher der nationalen Sicherheitskommission des Parlaments, erklärte am Sonntag, Vermittler versuchten, das im Juni vereinbarte Memorandum of Understanding zwischen den USA und Iran wiederzubeleben.

Diese Absichtserklärung war nicht als endgültiger Friedensvertrag gedacht, sondern als Einstieg in Verhandlungen über ein umfassendes Abkommen. Sie enthielt jedoch bereits Regelungen zur Straße von Hormus.

Sie wissen, dass das Hauptthema und tatsächlich der Schlüssel zur Lösung derzeit die Frage der Straße von Hormus ist. Ja, es gibt einen Meinungsaustausch.
Hassan Ghashghavi
Sprecher der nationalen Sicherheitskommission des iranischen Parlaments

Irans Präsident Massud Peseschkian schrieb auf X: „Wir müssen alles daransetzen, den Feind zu zwingen, sich an das zu halten, was er unterschrieben hat.“

Abkommen mit Oman?

Vor dem Krieg konnten alle Schiffe die Straße von Hormus frei passieren. Iran hat die Meerenge dann im Krieg geschlossen und beharrt nun darauf, die Kontrolle zu behalten und Mautgebühren zu erheben. Die USA lehnen das ab.

Dieser Streit löste im vergangenen Monat die erneuten Luftangriffe aus, weil Teheran Schiffen nur noch eine Route erlaubte, die nah an der iranischen Küste verläuft.

Am Sonntag erklärte Außenministeriumssprecher Esmaeil Baqaei im Staatsfernsehen, eine Einigung mit Oman, das auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge liegt, über eine neue Route stehe kurz bevor.

„Wir werden jetzt zu einem Verständnis über eine Route kommen, die für beide Seiten akzeptabel ist. Weder die nördliche noch die südliche Route, sondern eine, die die Hoheitsrechte beider Seiten respektiert und unsere nationalen Interessen und unsere Sicherheit schützt“, sagte er.

Ein Mann sitzt auf einem Surfbrett, während ein Containerschiff und andere Handelsschiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas vor Anker liegen, 27. Juli 2026
Ein Mann sitzt auf einem Surfbrett, während ein Containerschiff und andere Handelsschiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas vor Anker liegen, 27. Juli 2026 AP Photo

Er betonte jedoch, ein solches Abkommen bedeute nicht die Wiederöffnung der Meerenge. Das Schifffahrt-Analyseunternehmen Kpler meldete am Freitag einen starken Rückgang des Verkehrs durch die Straße von Hormus.

Am Sonntag meldete die Crew eines Tankers vor der Küste Omans eine Explosion in der Nähe seiner Position, wie das United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) Centre mitteilte. Den Informationen zufolge blieben Schiff und Besatzung unversehrt.

Weitere Quellen • AFP

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