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Lake Ontario oder Lake America: Google Maps zeigt je nach Land unterschiedliche Namen

Archivfoto: Auf einem Monitor zeigt eine Google-Map den Ontariosee als „Lake America“, 30. August 2026, St. Louis. (AP Photo/Jeff Roberson)
ARCHIV - Auf einem Computerbildschirm ist eine Google-Karte zu sehen, auf der der Ontariosee „Lake America“ heißt, am 30. August 2026 in St. Louis. (AP Photo/Jeff Roberson) Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Wie Google den Ontariosee nennt, hängt nun vom Standort ab. In den USA zeigt Maps nach Trumps Erlass „Lake America“, Kanadier sehen weiter den über 400 Jahre alten Namen.

Google bezeichnet den Ontariosee für Nutzer seiner Karten in den USA jetzt als „Lake America“. Vorausgegangen ist ein Erlass von Präsident Donald Trump, der die Umbenennung des Großen Sees angeordnet hat. Ontarios Premier Doug Ford spricht von einem „völlig rückwärtsgewandten“ Schritt. Der Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada spitzt sich weiter zu.

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Kanadische Nutzer sehen weiterhin „Lake Ontario“ auf ihren Bildschirmen – den indigener Herkunft entstammenden Namen, der seit dem 17. Jahrhundert in Gebrauch ist, wie der Technologiekonzern betont.

Der Streit um den Namen ist das jüngste Kapitel in Trumps „America First“-Kurs. Die langjährigen Verbündeten überziehen einander inzwischen mit Strafzöllen und treiben so einen Handelskrieg voran.

Trump eröffnete am Sonntag eine neue Salve an Kritik und nahm die Autoindustrie ins Visier. Die Produktionsketten der Branche beiderseits der Grenze sind eng verflochten: In in den USA montierten Fahrzeugen stecken viele Teile aus Kanada.

Kanada exportierte 2025 Automobilprodukte im Wert von 78,6 Milliarden kanadischen Dollar (rund 50 Milliarden Euro). Fast 95 Prozent davon gingen in die USA, so die Beratungsfirma DesRosiers Automotive Consultants.

Zulieferteile überqueren häufig mehrfach die Grenze, bevor ein Auto fertig montiert ist. Ein Zoll auf ein einziges Bauteil kann sich dadurch mehrfach aufschlagen, bevor der Wagen im Autohaus steht.

Washington erhebt seit April 2025 einen Zoll von 25 Prozent auf den nicht-US-Anteil kanadischer Fahrzeuge. Dieser Satz soll zum Jahresbeginn 2027 auf 50 Prozent steigen, nachdem die Handelsgespräche zwischen Trump und dem kanadischen Premierminister Mark Carney am 21. August gescheitert sind.

„Ich will keine kanadischen Autos, keine kanadischen Teile, nichts Kanadisches“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Namensstreit um Lake Ontario

Apple behält auf seinem Kartendienst bislang die Bezeichnung Lake Ontario bei. Die App ist in den USA auf iPhones vorinstalliert.

Google erklärte, die Umbenennung orientiere sich am US-Geographic Names Information System (GNIS), der offiziellen Bundesdatenbank für geografische Bezeichnungen.

„Wir aktualisieren Google Maps anhand von Änderungen in offiziellen Regierungsquellen – für die USA ist das GNIS. Nutzerinnen und Nutzer in den USA sehen daher ‚Lake America‘, in Kanada weiterhin ‚Lake Ontario‘, und außerhalb der USA und Kanadas werden beide Namen angezeigt“, schrieb das Unternehmen in seinem Blog.

Die Änderung knüpft an Trumps Alleingang vom Januar 2025 an, als er den Golf von Mexiko in „Gulf of America“ umbenannte – ein Schritt, den Mexiko ebenfalls zurückweist.

Der Ontariosee ist nach Fläche der kleinste der fünf Großen Seen, die sich zwischen der kanadischen Provinz Ontario und dem US-Bundesstaat New York erstrecken.

Ontarios Premier Doug Ford bekräftigte am Sonntag seine Kritik sowohl am Handelsstreit als auch an der Umbenennung des Sees.

„Es ist absolut rückwärtsgewandt. Es wirkte, als käme es direkt aus ‚Saturday Night Live‘, als er Dokumente unterschrieb, in denen er die Umbenennung in ‚Lake America‘ anordnete“, sagte Ford in der ABC-Sendung „This Week“.

„Niemand wird es ‚Lake of America‘ nennen. Es heißt seit Hunderten von Jahren Lake Ontario, und es wird Lake Ontario bleiben.“

„Es ist einfach nur enttäuschend“, sagte er.

ARCHIV: Eine Person fotografiert am Samstag, 29. August 2026, das neu enthüllte Schild für den Lake Ontario im Naturschutzgebiet Fifty Point in Grimsby, Ontario, Kanada.
ARCHIV: Eine Person fotografiert am Samstag, 29. August 2026, das neu enthüllte Schild für den Lake Ontario im Naturschutzgebiet Fifty Point in Grimsby, Ontario, Kanada. (Keito Newman/The Canadian Press via AP)

„Eine Steuer auf Amerikaner“

Ford warnte zudem, ein Handelskrieg würde beiden Ländern schaden, die USA aber besonders hart treffen. Kanada sei bei weitem der größte Abnehmer von in den USA produzierten Fahrzeugen. Sollten diese Käufe einbrechen, träfe das US-Autofabriken massiv.

„Ein Zoll auf Kanada ist nichts anderes als eine Steuer für die amerikanische Bevölkerung“, sagte er. „Das ist wahrscheinlich die schlechteste Entscheidung, die man treffen kann.“

Trump verwies in seinen Äußerungen auf das Ford-Werk im Großraum Detroit, das im Überstundentakt F-150-Pick-ups montiert.

Über Kanada sagte Trump: „Sie schröpfen uns seit Jahrzehnten, und damit ist jetzt Schluss.“

Viele Motoren für den F-150 entstehen unmittelbar jenseits der Grenze in Windsor in der Provinz Ontario. Trump droht jedoch, die Zölle auf solche Autoteile auf 50 Prozent zu verdoppeln – zusammen mit weiteren Produkten aus Kanada.

Kanada hat seinerseits Gegenzölle auf US-Waren zwischen 15 und 50 Prozent eingeführt und den Handelskrieg zwischen den traditionell engen Partnern damit weiter verschärft.

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Wo die Bundeswehr mit scharfer Munition übt: Euronews-Reporter an NATO-Ostflanke

Weitere Quellen • AFP

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