Ein Rettungsleiter berichtete, die Einsatzkräfte hätten auf dem Weg zur Fähre Wellen von bis zu zweieinhalb Metern Höhe und „äußerst riskante“ Bedingungen bewältigen müssen.
Die „Virgo Transport 8“ mit 243 Menschen an Bord war in der Nacht auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Banjarmasin auf Borneo. Auf der rund 500 Kilometer langen Strecke geriet das 119 Meter lange, 39 Jahre alte Schiff in einen schweren Sturm. Gegen 1 Uhr Ortszeit brach der Funkkontakt ab.
Das Schiff verschwand vom Radar. Es wurde bis jetzt noch nicht gefunden.
Bisher wurden sechs Tote aus dem Meer geborgen, Rettungskräfte retteten am Sonntag 115 Menschen. Schiffe in der Umgebung sowie mehrere Schlepper steuerten umgehend die letzte bekannte Position der Fähre an, um nach Überlebenden zu suchen. Von Borneo aus koordinieren die Behörden einen groß angelegten Rettungseinsatz.
Die Rettungskräfte hätten auf dem Weg zur Fähre Wellen von bis zu 2,5 Metern Höhe überwinden müssen, hieß es weiter. Die Bedingungen für alle Schiffe seien „äußerst riskant“.
Die Sucharbeiten gehen weiter, es ist nicht auszuschließen, dass sich die Zahl der Todesopfer noch weiter erhöhen wird.
Der Vorfall ereignet sich nur wenige Tage, nachdem ein Speedboot mit acht Menschen an Bord verschwunden war, darunter fünf Journalisten, die den jüngsten Ausbruch des indonesischen Vulkans Mount Anak Krakatoa begleiteten. Die Suche nach dem Boot dauert an.
Der südostasiatische Staat besteht aus mehr als 17.000 Inseln. Boote sind dort ein weit verbreitetes und wichtiges Verkehrsmittel.
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