Nach einem Vulkanausbruch bleiben Jakartas Hauptflughafen und mehrere weitere bis mindestens Montagabend Ortszeit geschlossen. Mehr als 170000 Reisende sitzen fest.
Der wichtigste Flughafen von Indonesiens Hauptstadt Jakarta und drei weitere bleiben nach dem Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau bis mindestens Montagabend Ortszeit geschlossen.
Der Anak Krakatau, auf einer kleinen Insel rund 150 Kilometer von der indonesischen Hauptstadt gelegen, brach am Freitag aus und schleuderte seitdem Lava und gewaltige Aschewolken kilometerweit in die Höhe – nach offiziellen Angaben bis zu 15 Kilometer hoch.
Das Verkehrsministerium teilte mit, dass am Wochenende acht Flughäfen in der Region wegen Aschewolken in ihrem Luftraum den Betrieb einstellen mussten. Mehr als 1.500 Flüge und über 170.000 Passagiere sind inzwischen betroffen.
Der Flughafenbetreiber Angkasa Pura teilte in sozialen Netzwerken mit, dass mindestens vier Flughäfen, darunter Jakartas Soekarno-Hatta International Airport, die Betriebspause bis Montag, 18 Uhr (11.00 Uhr GMT), verlängert haben.
"Im Zusammenhang mit der zunehmenden Aktivität des Vulkans Anak Krakatau wurden an mehreren Flughäfen Flüge ausgesetzt. Passagiere sollten ihren Flugstatus regelmäßig bei den jeweiligen Airlines prüfen“, erklärte das Unternehmen.
Der Vulkan ist immer wieder aktiv, seit er zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts aus dem Meer aufgetaucht ist. Seit Juli galt für ihn die zweithöchste Warnstufe. Sein Name bedeutet "Kind des Krakatau", denn er entstand vor gut einem Jahrhundert dort, wo der Vulkan Krakatau nach einem verheerenden Ausbruch 1883 eingestürzt war.
Im Jahr 2018 löste der teilweise Einsturz des Anak Krakatau bei einem Ausbruch einen Tsunami aus. Mehr als 400 Menschen kamen dabei nach offiziellen Angaben ums Leben, Tausende mussten ihre Häuser verlassen.