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Notruf und Streit im Cockpit: Flydubai-Flugzeug muss in Saudi-Arabien notlanden

Mitarbeiter bereiten einen FlyDubai-Flug am Flughafen Dubai vor, 18. Oktober 2024.
Mitarbeiter bereiten am 18. Oktober 2024 am Flughafen Dubai einen Flug von FlyDubai vor. -  Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Die FlyDubai-Maschine FZ1073 setzte kurz nach dem Start einen Notruf ab. Das geht aus öffentlich einsehbaren Flugdaten hervor. Offenbar war eine Auseinandersetzung unter den beiden Piloten der Grund für die Notlandung.

Ein Flugzeug auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel musste am Mittwoch in Saudi-Arabien notlanden. Kurzzeitig gab es Sorgen über eine mögliche Entführung, Israel ließ Kampfjets aufsteigen.

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Israelische Medien berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Vorfall gehe auf einen Streit zwischen den beiden Piloten zurück. Alle Menschen an Bord seien unverletzt.

Die Maschine landete in Tabuk, einem zivilen und militärischen Stützpunkt des Königreichs.

Nach öffentlich zugänglichen Flugdaten sandte das FlyDubai-Flugzeug kurz nach dem Start einen Notruf.

Ein regionaler Beamter, der über den Zwischenfall informiert wurde, sagte, im Cockpit sei ein Streit ausgebrochen, offenbar zwischen Piloten. Die Ursache sei zunächst unklar geblieben.

Im Internet kursieren Fotos von einem Passagier im blutigen T-Shirt, der offenbar in dem Streit vermitteln wollte, gepostet von dem israelischen Journalisten Amit Segal.

Ein zweiter Beamter bestätigte, dass Israel Kampfjets aufsteigen ließ, aus Sorge vor einer Entführung einer Maschine mit Dutzenden israelischen Staatsbürgern.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte in den vergangenen Tagen vor nicht näher genannten, verschärften Sicherheitsbedrohungen gewarnt.

Beide Beamte sprachen nur unter der Bedingung, anonym zu bleiben, da der Vorfall noch untersucht wird.

Passagiere warteten auf Ersatzmaschine

Das Büro Netanjahus teilte später mit, die Lage sei unter Kontrolle. Israel arbeite daran, die Passagiere nach Hause zu bringen.

Notlandungen aus persönlichen Gründen sind selten, kommen aber vor. Im Jahr 2022 wurden zwei Piloten von Air France nach einem Streit im Cockpit auf einem Flug von Genf nach Paris suspendiert. Die Maschine musste damals allerdings nicht umgeleitet werden und landete planmäßig.

Passagiere des Fluges berichteten dem israelischen Sender Kanal zwölf telefonisch, sie hätten Schreie von Mitreisenden im vorderen Teil des Flugzeugs gehört, die den Streit zwischen den Piloten mitbekamen. Die Maschine sei vor der Landung in Saudi-Arabien plötzlich stark abgesackt.

Sie sagten außerdem, alle Passagiere blieben an Bord und rund um das Flugzeug seien zahlreiche saudische Sicherheitskräfte im Einsatz.

FlyDubai ist die günstigere Schwestergesellschaft von Emirates. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind seit der Normalisierung der Beziehungen zu Israel im Jahr 2020 zu einem beliebten Reiseziel für israelische Urlauber geworden.

Reisende kommen am Flughafen Ben Gurion an, 25. Juni 2025
Reisende kommen am Flughafen Ben Gurion an, 25. Juni 2025 AP Photo

FlyDubai bestätigte später, dass Flug FZ1073 auf dem Weg zum Flughafen Ben Gurion einen Zwischenfall hatte und am Mittwoch sicher in Tabuk landete.

„Unsere Teams arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen“, teilte die Fluggesellschaft mit. „Weitere Informationen folgen, sobald bestätigte Details vorliegen.“

In den 1960er- und 1970er-Jahren gerieten Israelis ins Visier einer Serie von Flugzeugentführungen und -anschlägen durch militante palästinensische Gruppen.

Seit Jahrzehnten hat Israel keine Flugzeugentführung mehr erlebt. Das Land hält dennoch eine der weltweit strengsten Flughafensicherheiten aufrecht, mit oft sehr intensiven Kontrollen bei Flügen nach Israel.

Seit der Normalisierung der Beziehungen im Jahr 2020 verkehren Linienflüge zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Weitere Quellen • AP

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