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Geteilte Insel Zypern: Gibt es Zeichen der Hoffnung?

Pyla: Nikos Christodoulidis und Tufan Erhürman beraten am Rande des sechsten bikommunalen Friedensfestivals
Christodoulidis und Erhürman treffen sich am Rande des sechsten bikommunalen Friedensfestivals in Pyla -  Copyright  gov.cy
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Von Konstantinos Tsellos mit ΡΙΚ
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Die Politiker Christodoulides und Erciuman besuchen gemeinsam ein Dorf in der Pufferzone. Kann dieses Treffen dabei helfen die Spaltung der geteilten Insel Zypern zu überwinden?

Ein Signal für Zusammenleben und die Wiedervereinigung Zyperns hat Präsident Nikos Christodoulidis vom Friedensfestival in Pyla in die Welt geschickt. Dort -in der Pufferzone zwischen beiden Teilen der Insel - trat der Staatschef gemeinsam mit der türkisch-zyprischen Politiker Tufan Erhürman auf.

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Der Präsident der Republik Zypern bekräftigte seine Überzeugung, dass das Zypernproblem längst gelöst wäre, läge es ausschließlich in den Händen der griechischen und der türkischen Zyprer. Zugleich betonte er, das entbinde keine Seite von ihrer Verantwortung. „Es gibt keine andere Option als die Wiedervereinigung unseres Landes“, so Nikos Christodoulidis.

"Der politische Wille ist entscheidend"

Die bikommunalen Initiativen - wie das Festival in Pyka - nannte er wichtig, aber nicht ausreichend. Entscheidend für ein Wiederanlaufen des Prozesses sei der politische Wille.

Das sechste bikommunale Friedensfestival in Pyla
Das sechste bikommunale Friedensfestival in Pyla gov.cy

Mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in der Zypernfrage sagte Christodoulidis, er habe im Anschluss an seine Kontakte in New York dem UN-Generalsekretär schriftlich konkrete Vorschläge übermittelt: zur Methodik, zum Kern der Zypernfrage und zu vertrauensbildenden Maßnahmen.

Wie lässt sich die Teilung der Insel beenden?

Christodoulidis erinnerte daran, dass er beim gemeinsamen Abendessen mit António Guterres einen Vorschlag vorgelegt habe. Der UN-Generalsekretär habe ihn als „logischen Kompromiss“ bezeichnet. Er verwies zudem auf ein jüngstes Interview derpersönlichen Gesandten des Generalsekretärs für Zypern, María Ángela Holguín**,** die sich gefragt habe, wie sich Jahrzehnte der Teilung beenden ließen, wenn die Seiten nicht einmal einen einzigen Übergang öffnen könnten. Der Präsident betonte, sie wisse sehr genau, wer sofort positiv reagiert habe, wer ablehnend und wie intensiv die anschließende Debatte gewesen sei.

Er äußerte schließlich die Hoffnung, dass sein bevorstehendes Treffen mit dem Chef der türkischen Zyprer Fortschritte bringt. Nach Informationen des staatlichen Senders RIK ist die Begegnung für den kommenden Dienstag geplant.

Wie RIK weiter berichtet, zeigte sich Tufan Erhürman über die Aussagen von Christodoulidis verärgert und verzichtete auf eigene Stellungnahmen.

Nikos Christodoulidis und Tufan Erhürman am Rande des sechsten bikommunalen Friedensfestivals in Pyla
Nikos Christodoulidis und Tufan Erhürman am Rande des sechsten bikommunalen Friedensfestivals in Pyla gov.cy

Der Gemeinderat von Pyla, einem gemischten Dorf in der Pufferzone, richtet das bikommunale Friedensfestival aus. Ziel ist es, Frieden, Freundschaft und das Zusammenleben von griechischen und türkischen Zyprern zu fördern.

Tufan Erhürman: Inhalt der Lösung wichtiger als Etiketten

„Der Inhalt der Lösung ist wichtiger als die Etiketten“, sagt der türkisch-zyprische Politiker Tufan Erhürman in einem Interview mit der zyprischen Zeitung „Politis“.

Etiketten seien oft irreführend, so Erhürman. Der Inhalt werde zeigen, zu welcher Art Lösung die beiden Seiten am Ende gelangen. Er vermied es, sich festzulegen, ob er die bizonale, bikommunale Föderation weiterhin als Rahmen der angestrebten Lösung unterstützt.

Zugleich behauptet Erhürman, er habe nie ein Dokument mit den 19 Vorschlägen des zyprischen Staatspräsidenten Christodoulidis erhalten. Er weist zudem einen Bericht zurück, wonach er nach einem Eingreifen Ankaras einen Vorschlag abgelehnt habe, die Rückgabe von Varosha unter UN-Verwaltung im Gegenzug für den Betrieb des Hafens von Famagusta unter Aufsicht der Europäischen Kommission zu akzeptieren.

Die türkischecZyprer beharrt darauf, dass die griechisch-zyprische Seite keinen der vier Punkte seiner Methodik akzeptiert habe. Er sieht eine rotierende Präsidentschaft als notwendige Voraussetzung für den Beginn substanzieller Verhandlungen.

Schließlich macht Erhürman die wechselnden Forderungen der griechisch-zyprischen Seite für die Stagnation bei der Öffnung neuer Übergänge verantwortlich. In dieser Frage habe Erhürman verschiedene Alternativvorschläge vorgelegt, die jedoch nicht angenommen worden seien.

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