Die erste Parlamentswahl seit dem 7. Oktober 2023 zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Wahlbeteiligung aus. Laut ersten Prognosen verfehlen sowohl Netanjahus Lager als auch die Opposition eine Mehrheit.
Die Likud-Partei von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dürfte mit 24 bis 25 Sitzen stärkste Einzelpartei im Parlament bleiben. Dennoch zeichnet sich nach der Parlamentswahl am Dienstag laut ersten Nachwahlbefragungen keine klare Mehrheit ab. Weder Netanjahus Lager noch das seines wichtigsten Herausforderers Gadi Eisenkot erreicht demnach die erforderliche Mehrheit.
Die Prognosen der drei großen israelischen Fernsehsender Kan 11, Channel 12 und Channel 13 sehen das Oppositionslager bei 52 bis 53 Sitzen. Netanjahus Lager kommt demnach auf 50 Mandate.
Es war die erste Parlamentswahl seit den Hamas-Angriffen vom 7. Oktober 2023. Nach Angaben der zentralen Wahlkommission zeichnete sich die höchste Wahlbeteiligung seit Jahrzehnten ab. Bis 19 Uhr MEZ hatten demnach 74,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Wahl 2022 waren es zum selben Zeitpunkt 66,3 Prozent.
Die Nachwahlbefragungen lassen noch keine endgültigen Rückschlüsse auf die Sitzverteilung zu. Mit vorläufigen Gesamtergebnissen wird am Donnerstag gerechnet, die offiziellen Ergebnisse sollen acht Tage nach der Wahl vorliegen.
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