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Nemzow wird auf dem Prominentenfriedhof Trojekurowo beigesetzt

Nemzow wird auf dem Prominentenfriedhof Trojekurowo beigesetzt
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Von dpa
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Unter einem extremen Polizeiaufgebot haben Tausende Menschen in Moskau Abschied vom ermordeten Kremlkritiker Boris Nemzow genommen. Mit roten Rosen

Unter einem extremen Polizeiaufgebot haben Tausende Menschen in Moskau Abschied vom ermordeten Kremlkritiker Boris Nemzow genommen. Mit roten Rosen in den Händen kamen am Vormittag Freunde und Weggefährten, seine Ex-Frauen und Kinder zum offenen Sarg des 55-jährigen Oppositionellen, der in den Räumen des Sacharow-Zentrums aufgebahrt war. Ein Blumenmeer umgab den Sarg bereits kurz nach der Öffnung des Menschenrechtszentrums.

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Vor dem Gebäude warteten die Trauernden stundenlang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Menschenschlange zog sich Hunderte Meter die Straße entlang. Viele Trauernde waren in Tränen aufgelöst. Mehreren Politikern aus EU-Staaten, die von Nemzow Abschied nehmen wollten, wurde die Einreise nach Russland verweigert. Aus Deutschland sind unter anderen der Stiftungsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, und die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nach Moskau gereist. Leutheusser-Schnarrenberger sagte:“Ein Land ist dann reich, wenn es Meinungsvielfalt und Rechtsschutz für alle durchsetzen kann. Russland ist mit dem Mord an Boris Nemzow unendlich ärmer geworden.”

Die russischen Medien begleiteten das Ereignis mit einem Großaufgebot. Von der russischen Regierung erwies unter anderem Vizeregierungschef Arkadi Dworkowitsch Nemzow die letzte Ehre. Nemzow findet auf dem Prominentenfriedhof Trojekurowo seine letzte Ruhe.

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