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Türkei: AKP nennt Explosionen bei Wahlkampfveranstaltung in Diyarbakir "Sabotage"

Türkei: AKP nennt Explosionen bei Wahlkampfveranstaltung in Diyarbakir "Sabotage"
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Von Reuters, DPA
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Die Führung der türkischen Präsidentenpartei AKP hat die Explosionen bei einer Wahlkampfveranstaltung der pro-kurdischen HDP verurteilt

Die Führung der türkischen Präsidentenpartei AKP hat die Explosionen bei einer Wahlkampfveranstaltung der pro-kurdischen HDP verurteilt. Regierungschef Ahmet Davutoglu nannte den Vorfall am Freitag angesichts der Sonntag stattfindenden Parlamentswahlen einen “Angriff auf die Demokratie” und sprach von Sabotage. HDP-Anhänger machten Präsident Recep Tayyip Erdogan für den tödlichen Vorfall verantwortlich. Bei wütenden Protesten nach den Explosionen kam es zu Ausschreitungen mit Polizisten.

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Erdogan rief dazu auf, das Klima des Friedens im Land nicht zu stören. Bei einem Fernsehinterview am Freitagabend sagte er: “Dieser Vorfall zwei Tage vor der Wahl am Sonntag überschattet die Abstimmung, aber sie wird trotzdem stattfinden. Wir werden die Sicherheitsmaßnahmen bestmöglich erhöhen, so dass die Wahlen unter den besten Bedingungen stattfinden können.”

Die zwei Explosionen auf der Kundgebung in der südosttürkischen Kurden-Metropole Diyarbakir ereigneten sich kurz vor einer Rede des HDP-Kovorsitzenden Selahattin Demirtas. Eine der Detonationen sei durch eine Bombe, einen mit Kugellagern gefüllten Gasbehälter, ausgelöst worden, so offizielle Angaben. Demnach gab es zwei Tote und mehr als 100 Verletzte. Laut lokalen Medien gab es vier Todesopfer und weitaus mehr Verletzte. Demirtas rief seine Anhänger zu Besonnenheit auf.

Die HDP gilt als echtes Hindernis für die AKP. Sollte die pro-kurdische Partei die Zehnprozenthürde knacken und ins Parlament einziehen, könnte die AKP ihre absolute Mehrheit verlieren und die braucht sie, um das angestrebte Referendum über eine Verfassungsreform durchzusetzen. Ziel der Volksabstimmung ist die Einführung eines Präsidialsystems in dem Erdogan deutlich mehr Macht hätte.

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