Syrien: Krankenhäuser und Zivilisten im Visier

Syrien: Krankenhäuser und Zivilisten im Visier
Von Euronews
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Ein Luftangriff in der Provinz Aleppo: Woher die Bomben kamen, von der US-geführten Anti-IS-Koalition, den Regierungstruppen oder den russischen

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Ein Luftangriff in der Provinz Aleppo: Woher die Bomben kamen, von der US-geführten Anti-IS-Koalition, den Regierungstruppen oder den russischen Streifkräften, ist für die Menschen Boden inzwischen undurchsichtig. Nach Angaben von Hilfsorganisation treffen sie viel zu häufig nicht militärische Ziele sondern Zivilisten und medizinische Einrichtungen.

Laut der Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) wurden seit Beginn der russischen Luftangriffe vor einem Monat in den Provinzen Idlib, Aleppo und Hama zwölf Krankenhäuser gezielt angegriffen. Darunter seien auch sechs Kliniken gewesen, die von Ärzte ohne Grenzen unterstützt werden, mindestens 35 Patienten und medizinisches Personal seien getötet worden.

Welche Kriegspartei für die Luftangriffe verantwortlich war, kann auch MSF nicht sagen, zu unübersichtlich ist die Situation. Klar ist aber: Die IS-Extremisten sind nach derzeitigem Stand nur teilweise in den genannten Provinzen aktiv. Erst vor einigen Tagen hatte Human Rights Watch von Russland Aufklärung über Luftschläge verlangt, bei denen vor allem Zivilisten starben.

Hinter den Angriffen auf Krankenhäuser vermuten Aktivisten eine perfide Strategie: Wenn medizinisches Einrichtungen ausgeschaltet werden, erhöhe sich die Opferzahl von Angriffen um ein Vielfaches, weil Verletzten nicht mehr geholfen werden könne.

The numbers represent the 679 medical personnel killed in #Syria. #DefendDoctors#evenwarshaverulespic.twitter.com/V81sUJJmjp

— Doctors w/o Borders (@MSF_USA) 29. Oktober 2015

“Gesundheitspersonal, Krankenhäuser und Krankenwagen werden ins Visier genommen, und das bedeutet, dass ganze Gemeinden keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben”, so eine Ärztin bei einer Protestaktion von Medizinern in New York.

Die Folge der Angriffe auf Zivilisten und Gesundheitseinrichtungen: Mindestens 110.000 zusätzliche Flüchtlinge seit Anfang des Monats.

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