Krawalle in Pristina: Proteste gegen Autonomie für serbische Minderheit

Krawalle in Pristina: Proteste gegen Autonomie für serbische Minderheit
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Im Pristina haben sich oppositionelle Nationalisten Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Mehrere hundert Menschen randalierten und setzten Müllcontainer und Regierungsfahrzeuge in Brand. Die Polizei ging mit Tränengas und Panzerfahrzeugen gegen die Demonstranten vor.

Ausgelöst wurden die Krawalle durch den Versuch der Polizei, Oppositionsführer Albin Kurti zu verhaften. Polizei umstellte das Haus des Chefs des informellen Chefs der links-nationalistischen Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung). Kurti war jedoch nicht zuhause. Die Oppositionsabgeordnete Donika Kadaj-Bajupi konnte jedoch festgenommen werden.

Die Nationalisten protestieren seit Tagen gegen ein von der EU vermitteltes Abkommen zwischen Kosovo und Serbien, das eine begrenzte Autonomie für die serbische Minderheit im Kosovo vorsieht.

Kurti hatte am Dienstag im Parlament Abgeordnete der Regierungsfraktionen mit Pfefferspray besprüht. Kadaj-Bajupi, die der oppositionellen Allianz für die Zukunft des Kosovos (AAK) angehört, hatte im Plenum Tränengas freigesetzt. Es war die vierte Aktion dieser Art innerhalb von sechs Wochen.

Im Innenhof des Verfassungsgerichts wurde am Mittwoch eine Granate gefunden und kontrolliert gesprengt. Das Gericht hatte vor einer Woche das Autonomiegesetz ausgesetzt, um seine Verfassungsmäßigkeit zu prüfen.