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Thailand: Regimekritiker wegen Majestätsbeleidigung angeklagt

Thailand: Regimekritiker wegen Majestätsbeleidigung angeklagt
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Vor einem thailändischen Gericht hat unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Prozess gegen einen Jurastudenten begonnen. Jatupat “Pai Dao Din” Boonpattararaksa wird vorgeworfen, einen kritischen BBC-Artikel über den neuen König Thailands auf Facebook geteilt zu haben. Der prominente Regimekritiker wurde im Dezember verhaftet. Vor dem Landgericht Khon Kaen begrüßten Jatupats Eltern ihren Sohn, als er in brauner Gefängnisuniform von einem Wagen ins Gericht gebracht wurde.

Jatupat ist ein prominentes Mitglied von Dao Din, einer Studentenorganisation, die gegen die Militärregierung Thailands protestiert. Er erhielt den Gwangju-Preis, einen Menschenrechtspreis von der 18. Mai-Gedenkstiftung in Korea, während er im Mai dieses Jahres in Haft saß.

In dem beanstandeten Artikel wird das Privatleben des neuen Königs beleuchtet, unter anderem seine drei Scheidungen und sein Leben im Ausland. Rama X. pflegte einen exzessiven Lebensstil als Kronprinz.


“Sobald die Zeugenaussagen vorliegen, können das Gericht und andere sehen, ob er ein solch schweres Verbrechen begangen hat, als er lediglich Nachrichten von der BBC teilte. Und nach der Beweislage hat Pai keinen Grund zu fliehen. Es gibt also keinen Grund, ihm Kaution zu verweigern”, sagt sein Vater Viboon Boonpattararaksa.


Seit dem Militärputsch 2014 wurden in Thailand laut “iLaw” (Internet Law Reform Dialogue): mehr als 80 Menschen wegen Majestätsbeleidigung verhaftet. Kritiker werfen der herrschenden Militärregierung vor, das Gesetz zu nutzen, um Oppositionelle ins Gefängnis zu bringen.