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Bitcoin-Boom in Venezuela: "Um auch in Zukunft Kaufkraft zu haben"

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REUTERS/Dado Ruvic/File Photo
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Die Kryptowährung Bitcoin boomt im von der Staatpleite bedrohten Venezuela. Ein Grund ist der Absturz der Landeswährung Bolivar. Aktuell liegt die Inflationsrate bei 2000 Prozent. Der monatliche Mindestlohn sank dadurch auf ein paar Euro.

Der Internationale Währungsfonds rechnet für kommendes Jahr sogar mit einer Inflationsrate von über 2300 Prozent.

Obwohl Präsident Nicolás Maduro bereits die Einführung einer nationalen Digitalwährung, den Petro, ankündigte, investieren laut Medienberichten vor allem junge Venezolaner trotz ungünstiger Wechselkurse in Bitcoins.

Devisenhändler Leopoldo Gullot sagte:

"Auf dem Markt gibt es viel Wachstum, auch, weil die traditionellen Medien im Gegensatz zu früher jetzt darüber berichten und informieren. Die Venezolaner suchen sozusagen einen Schutz, um auch in der Zukunft Kaufkraft zu haben."

Misswirtschaft der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro und der seit Jahren relativ niedrige Ölpreis befeuern die Risikobereitschaft der Anleger zusätzlich.

Mehrere Ratingagenturen sehen bereits eine Teil-Pleite in Venezuela.