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Unicef: Kinder immer stärker Ziel von Angriffen

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Unicef: Kinder immer stärker Ziel von Angriffen

Vier Kinder sitzen in einem Unicef-Zelt auf dem Boden.
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Weltweit werden Kinder in Kriegsgebieten immer stärker zur Zielscheibe. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef missachten Konfliktparteien offensichtlich das Völkerrecht, durch das Kinder geschützt werden sollten. Unter anderem in den Konflikten in Bangladesch und Myanmar seien Vergewaltigung, Zwangsheirat, Verschleppung und Versklavung Taktik.

Wir dürfen nicht taub sein. Solche Brutalität darf nicht die neue Normalität sein.

Manuel Fontaine Unicef-Direktor für Nothilfe-Programme

Auch in ihren Häusern, Schulen und auf Spielplätzen seien Kinder Angriffen und brutaler Gewalt ausgesetzt. Diese Angriffe setzten sich Jahr für Jahr fort, so Unicef. Im Irak und in Syrien würden Kinder als menschliche Schutzschilde eingesetzt.

In Nigeria und Kamerun habe die Terrorgruppe Boko Haram mindestens 135 Kinder gezwungen, als Selbstmordattentäter zu agieren. Dramatisch sei die Lage auch im Südsudan, wo das Militär und bewaffnete Gruppen mehr als 19.000 Kindersoldaten rekrutiert hätten. Im Jemen seien nach fast 1000 Tagen Krieg mindestens 5000 Kinder getötet oder verletzt worden.

Unicef fordert, dass diese Brutalität nicht zur Normalität wird. Viele Millionen Kinder litten zudem an Mangelernährung, Krankheiten und Traumata.