Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Iran-Krieg: Teherans Drohnen treffen Flughafen Kuwait, USA reagieren mit Luftschlägen

Menschen gehen an einem Wandbild vorbei, das einen von Raketen angegriffenen US-Flugzeugträger im Zentrum von Teheran, Iran, am 17. Mai 2026 zeigt. Foto: AP/Vahid Salemi
Passanten gehen an einem Wandbild vorbei, das einen US-Flugzeugträger unter Raketenangriff im Zentrum Teherans zeigt, Iran, Sonntag, 17. Mai 2026. (AP Foto/Vahid Salemi) Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Jeremiah Fisayo-Bambi mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Iran feuerte Raketen auf Kuwait und Bahrain ab, die abstürzten oder abgefangen wurden. Allerdings trafen iranische Drohnen den internationalen Flughafen von Kuwait. Das US-Zentralkommando bestätigte Luftschläge gegen eine iranische Insel.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Dienstag eine iranische Militäreinrichtung angegriffen. Der Einsatz erfolgte als Reaktion auf iranische Raketenangriffe gegen Kuwait und Bahrain, bei denen die Geschosse nach US-Angaben ihre Ziele verfehlten.

WERBUNG
WERBUNG

Allerdings trafen iranische Drohnen den internationalen Flughafen von Kuwait. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, einigen Berichten zufolge wurde eine Person getötet, und es gab laut kuwaitischen Meldungen erhebliche Schäden.

Als Reaktion auf die iranischen Luftschläge griffen die USA nach eigenen Angaben eine iranische Boden-Kontrollstation auf der Insel Qeschm an.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, Ziel ihres Angriffs sei das Hauptquartier der Fünften US-Flotte in Bahrain sowie ein weiteres Land gewesen, das sie nicht namentlich nannten. Kuwait wurde dabei nicht ausdrücklich erwähnt. Teheran bezeichnete die Aktion als Vergeltung für einen vermeintlichen US-Angriff auf einen Öltanker, der trotz einer Blockade iranische Gewässer anlaufen wollte.

Die Angriffe erfolgten laut iranischen Medienberichten, nachdem Teheran die Gespräche mit Vermittlern über eine Verlängerung der Waffenruhe im Konflikt mit den USA und Israel abgebrochen habe.

US-Präsident Donald Trump wies diese Darstellung zurück und erklärte, die Verhandlungen würden fortgesetzt. Die Berichte aus iranischen, regierungsnahen Medien erschienen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in der Region.

Gleichzeitig verschärfte sich auch der eng mit dem Iran-Krieg verbundene Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon.

Trump: Gespräche laufen ununterbrochen weiter

US-Präsident Donald Trump bezeichnete Berichte über einen Abbruch der Verhandlungen über eine Verlängerung des Waffenstillstands als "falsch und irreführend". "Die Gespräche zwischen uns laufen ohne Unterbrechung weiter – vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, gestern und heute", schrieb Trump in den sozialen Medien. "Wohin sie führen, weiß niemand. Aber ich habe dem Iran gesagt: Es ist Zeit, auf die eine oder andere Weise eine Einigung zu erzielen."

Auch US-Außenminister Marco Rubio ging bei einer Anhörung im Kongress nicht direkt auf die Berichte über einen Kontaktabbruch ein. Mit Blick auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm äußerte er sich vorsichtig optimistisch, betonte jedoch, dass ein akzeptables Abkommen keineswegs garantiert sei.

Teheran versucht seit einiger Zeit, den Druck auf Washington zu erhöhen – sowohl bei den Gesprächen über eine Waffenruhe als auch im Streit um die Kontrolle der Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl, Gas und andere Rohstoffe weltweit. Im Gegenzug könnte Trump versuchen, Einfluss auf den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu nehmen, um das Vorrücken israelischer Truppen im Libanon zu bremsen oder zu stoppen.

Die israelische Armee ist dort so weit vorgedrungen wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr. Zugleich verschränken sich die verschiedenen Konflikte der Region zunehmend miteinander. Iran macht deutlich, dass eine mögliche Waffenruhe mit den USA und Israel aus seiner Sicht auch ein Ende der Kämpfe im Libanon einschließen müsse. Israel und die USA betonen zwar weiterhin, dass der Krieg im Libanon von den Gesprächen über den Konflikt mit Iran getrennt sei.

Berichte über ein Telefonat zwischen Netanjahu und Trump am Sonntag, bei dem der US-Präsident seinen israelischen Amtskollegen scharf kritisiert haben soll, deuten jedoch auf wachsende Spannungen hinter den Kulissen hin. Nach Angaben iranischer Medien soll Teheran die Kontakte zu den Vermittlern der Waffenruhe-Gespräche ausgesetzt haben, nachdem sich die Kämpfe im Libanon verschärften und Israel eine Ausweitung seiner Militäroperationen bis nach Beirut in Betracht gezogen haben soll.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Trump: Offensive Israels im Libanon gestoppt, Gesprächskanal zu Iran bleibt offen

Iran-Post des Weißen Hauses geht viral und wird online zerrissen

Chamenei: Gespräche mit den USA sind kein Einlenken Teherans