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Iranischer Außenminister zum Iran-Abkommen: Die EU unterschätzt ihren Machteinfluss

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Iranischer Außenminister zum Iran-Abkommen: Die EU unterschätzt ihren Machteinfluss

Iranischer Außenminister zum Iran-Abkommen: Die EU unterschätzt ihren Machteinfluss
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Der iranische Außenminister Mohammad Javad Sarif hat sich zur Rolle der EU in der Welt geäußert.

Während der amerikanische Präsident Donald Trump sich aus dem Nuklearabkommen mit dem Iran kürzlich zurückgezogen hat, versuchen die europäischen Staatschefs nun das Abkommen zu retten.

Der Iran fordert nun, dass die EU schneller handelt. Der iranische Außenminister hat die Verpflichtungen von europäischer Seite gegenüber dem Iran angesprochen. Die EU ist der stärkste Verbündete des Irans in Bezug auf das Nuklear-Abkommen, seit sich die USA zurückgezogen haben.

Die unterzeichnenden Staaten Deutschland, Frankreich, das Vereinte Königreich, aber auch China und Russland unterstützen das Abkommen.

Was den Regierungen allerdings noch nicht gelungen ist, ist die Unternehmen zu überzeugen. Viele Unternehmen befürchten nämlich, dass die USA nächsten Monat wieder Sanktionen einführen.

Die europäischen Staatschefs haben deshalb einen Finanzplan entworfen, um die Unternehmen zu überzeugen, im Iran zu bleiben.

Peugeot sowie der Ölkonzern Total haben jedoch aus Angst ihre Investitionen im Iran bereits gestoppt.

Der Iran ist nun am Ende seiner Geduld und möchte, dass die EU ihrer Aufgabe nachkommt, ihre Macht und ihren Einfluss im Nahen Osten und in anderen Bereichen auszuüben.

Laut dem iranischen Außenminister unterschätze Europa seine Macht und müsse aktiver sein. Auch in nationalen und internationalen Friedens- und Sicherheitsangelegenheiten sollte die EU aktiver sein und den internationalen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern fördern.

Für viele europäische Unternehmens-Chefs ist das Abkommen mit dem Iran allerdings bereits geplatzt.

Der Iran drängt die EU deshalb dazu, etwas zu unternehmen, um dem Einfluss der USA bezüglich des Handelsabkommens, aber auch in der Welt, im Nahen Osten und in anderen Bereichen entgegenzuwirken.