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USA und Mexiko starten Wiederbelebung von NAFTA

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Die USA und Mexiko haben sich auf ein Handelsabkommen geeinigt - und sie versuchen auch, Kanada einzubinden. Das hat US-Präsident Donald Trump in Washington erklärt. Trump meinte, das bisher bestehende Nafta-Handelsabkommen sei beendet, ab jetzt werde der neue Deal gelten. Man werde sofort in neue Verhandlungen mit Kanada eintreten, sagte der US-Präsident.

Donald Trump, US-Präsident:

"Es ist ein unglaublicher Deal. Es ist ein unglaublicher Deal für beide Parteien, vor allem ist es ein unglaublicher Deal für die Arbeiter und für die Bürger beider Länder.

Unsere Bauern werden so glücklich sein. Meine Bauern ... Ich sagte, wir werden das machen. Mexiko versprach, sofort so viele landwirtschaftliche Produkte wie möglich zu kaufen. Sie werden sehr hart daran arbeiten.

Auch Mexikos Präsident, Enrique Pena Nieto der mit Trump am Telefon gesprochen hatte, meinte, man wolle zu gemeinsamen Verhandlungen zu dritt mit Kanada zurückkehren.

Das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta zwischen den USA, Mexiko und Kanada ist eines der größten Freihandelsabkommen der Welt. Trump hatte es nach seinem Amtsantritt in Frage gestellt und Neuverhandlungen durchgesetzt.

Das US-Mexiko-Abkommen würde verlangen, dass Autos zu 75 Prozent in NAFTA-Region hergestellt würden - heute sind es laut Vertretern der US-Regierung 62,5 Prozent.

Und bis zu 45 Prozent der Autos müssten demnach von Arbeitern gebaut werden, die mindestens 16 Dollar pro Stunde (13,70 Euro) verdienen.

Mexiko importiert mehr Schweinefleisch von amerikanischen Bauern als jedes andere Land und ist ein wichtiger Abnehmer von Mais.

Die Gespräche für das trilaterale Abkommen hatten sich in den vergangenen Tagen zwischen Mexiko und den USA positiv entwickelt. Allerdings sitzt Kanada derzeit wegen erheblicher Spannungen mit den USA nicht mit am Tisch. Zuletzt hatten US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren das Verhältnis zu den beiden Nachbarn Mexiko und Kanada schwer belastet.