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Koalition einigt sich auf Diesel-Deal

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Koalition einigt sich auf Diesel-Deal

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1,4 Millionen Dieselfahrer in Deutschland sollen auch künftig ohne Fahrverbote auskommen.

Stattdessen sollen es Kaufanreize für umweltfreundliche Wagen und Nachrüstungen geben. Darauf hat sich die Koalition in Berlin am Dienstag verständigt. Die Einigung zielt besonders auf belastete Städte ab.

Von 46,5 Millionen Autos in Deutschland läuft jedes Fünfte noch auf den alten Euro-4 und Euro-5 Status. Die Koalition hat monatelang um eine Lösung gerungen, die die Autofahrer möglichst entlastet. Für Nachrüstungen fehlen aber nach wie vor verbindliche Zusagen der Hersteller. Diese wären für die Unternehmen wohl deutlich teurer als Umtauschprämien.

Doch die Regierung will die Hersteller zur Kasse bitten. Von den drei größten Auto-Herstellern hat bisher nur BMW die Übernahme der Umrüstungskosten ausgeschlossen.

Bis zu 8000 Euro Prämie

Stattdessen bevorzugen die Hersteller Umtauschprämien, um umweltfreundlichere Modelle auf die Straße zu bringen. Auch das dürfte nicht günstig werden, weder für Unternehmen noch für Fahrer. Daimler will laut Verkehrsminister Andreas Scheuer nur 5000 Euro Prämie zahlen, Volkswagen bis zu 8000 Euro.

Laut Experten könnten sich die Gesamtkosten des Diesel Deals auf bis zu 12 Milliarden Euro belaufen.

Hintergrund für die neuen Maßnahmen ist die schmutzige Luft in vielen deutschen Städten, zu der Dieselfahrzeuge besonders beitragen.