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Bericht über vermissten Journalisten lenkt Verdacht auf Saudi-Arabien

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Bericht über vermissten Journalisten lenkt Verdacht auf Saudi-Arabien

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In der Affäre um den saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi steht die saudische Führung weiter unter Druck.

Nach Angaben der "Washington Post", geht aus Informationen des US-Geheimdienstes hervor, dass Riad plante den Journalisten zu töten. Chaschukdschi wird vermisst, seit er vor einer Woche das saudische Konsulat in Istanbul betrat.

Dazu Reuters Korrespondentin Emily Wither:

"Dies ist ein Gebiet voller Kameras, es ist ein Konsulat und man muss nur hingehen, um zu sehen, dass überall auf dem Dach des Gebäudes und entlang der Straßen Kameras sind. Die türkischen Behörden werten das Filmmaterial aus. Der Stand der Ermittlungen ist bislang unklar. Wahrscheinlich soll nun das Konsulat durchsucht werden".

Die der türkischen Regierung nahestehenden Zeitung «Sabah» veröffentlichte Fotos und die Identitäten von 15 Saudis, die am Tag von Chaschukdschis Verschwinden mit zwei Privatflugzeugen in Istanbul gelandet sein sollen.

"Quellen aus der Industrie haben uns gesagt, dass diese Flugzeuge im Besitz der saudischen Regierung sind. Wir wissen, dass diese 15 Personen zur gleichen Zeit in das Konsulat gegangen sind, wie Dschamal Chaschukdschi, der dort einen Termin hatte, um seine Papiere abzuholen. Sie sind nach ein paar Stunden wieder abgereist. Türkische Beamte versuchen nun herauszufinden, wer genau diese Gruppe ist und ob sie an seinem Verschwinden beteiligt war".

Laut der Zeitung "Sabah"gehen die türkischen Ermittler davon aus, dass die Gesandten Riads in dem Konsulat auf Chaschukdschi warteten. Saudi-Arabien weist die Vorwürfe zurück.