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Asem-Gipfel: Schulterschluss gegen Trump?

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Asem-Gipfel: Schulterschluss gegen Trump?

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Was bringt den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker gemeinsam mit dem kasachischen Präsidenten, Theresa May, Japans Premier Shinzo Abe, Emmanuel Macron und Russlands Dimitri Medvedev an einen Tisch? Der große Brückenschlag zwischen Europa und Asien.

Auf dem Asem-Grpfel in Brüssel stellten sich mehr als 50 Länder hinter das Prinzip der Zusammenarbeit - nach gemeinsamen Regeln. Also genau das Gegenteil von Donald Trumps "America First"-Strategie der nationalen Alleingänge. Auch wenn das in Brüssel niemand so offen sagen wollte. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. hatte gleich zu Beginn am Donnerstag abgewiegelt. Man organisiere keine Treffen gegen irgendjemanden.

Alle gegen Trump?

Dennoch: Die Schlusserklärung enthielt klare gemeinsame Bekenntnisse zur internationalen Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen und der Welthandelsorganisation (WTO), zum Pariser Klimaabkommen und zum Atom-Abkommen mit dem Iran.

Also alles, was der US-Präisident ablehnt? "Nein, das stimmt nicht", sagt Singapurs Handelsminister S. Iswaran. "Denn das jetzt unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur ist ein Projekt, an dem wir seit mehreren Jahren arbeiten, lange bevor Trump zum Präsidenten gewählt wurde.

Letztlich muss jedes Handelsabkommen auf dem Fundament gemeinsamer Interessen beruhen. Für die EU bedeutet es, dass ihre Unternehmen auf den asiatischen Markt stoßen können, einen Markt mit einem rasanten Wachstum, vor allem in Südostasien."

Wie sieht Singapur die Zusammenarbeit mit Großbritannien nach dem Brexit?

S. Iswaran: "Wenn Großbritannien in einem EU-Kontext bleibt, ist das eine Möglichkeit, fortzufahren. Sollte es zu einem Ausstieg ohne Brexit-Deal kommen, müssen wir sehen, wie wir die Zusammenarbeit mit Großbritannien aufbauen können. Und da könnte das EU-Freihandelsabkommens als eine gute Vorlage fungieren."

Der Schatten des Brexit, um den nur kurz zuvor die EU-Staats- und Regierungschefs gerungen hatten, lastete auch auf dem Asem-Gipfel in Brüssel.