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Verdächtige Pakete: New Yorker Bürgermeister spricht von „Terror“

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Verdächtige Pakete: New Yorker Bürgermeister spricht von „Terror“

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Die Polizei in den Vereinigten Staaten hat mehrere verdächtige Pakete abgefangen, die möglicherweise Sprengstoff enthielten. Solche Sendungen waren unter anderem an den Wohnsitz von Altpräsident Bill Clinton und seiner Frau Hillary sowie an Barack Obama adressiert.

Der Polizeipräsident von New York City, James O'Neill, sagte, es sei nicht das erste Mal, dass so etwas geschehe und man habe auch schon schlimmere Dingen gesehen. Man werde sich nicht einschüchtern lassen, sondern die Täter zur Rechenschaft ziehen. Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem Versuch, Terror zu verbreiten sowie die Freiheit der Presse zu untergraben und führende Politiker des Landes mit Gewalt zu treffen. „Die New Yorker werden sich davon nicht einschüchtern lassen", sagte de Blasio.

Die New Yorker Polizei kündigte an, ihre Präsenz auf den Straßen und in der U-Bahn zu erhöhen. Zudem wurde die Bevölkerung zu Wachsamkeit aufgerufen.

Hillary Clinton sagte: „Dank des Secret Service, der das an uns gerichtete Paket abgefangen hat, geht es uns gut. Aber wir haben es mit einer schwierigen Zeit zu tun - eine Zeit, die von einer tiefen Spaltung geprägt ist. Wir müssen alles unternehmen, um unser Land zusammenzubringen.“

In New York wurde ein Gebäudekomplex geräumt, in dem sich die Redaktion des Fernsehsenders CNN befindet. In dem Gebäude war ebenfalls ein verdächtiges Paket gefunden worden.

Auch an das Büro des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo wurde eine Sendung gerichtet, in der sich möglicherweise Sprengstoff befand.

Vizepräsident Mike Pence betonte, man habe es hier mit feigen Handlungen zu tun, die in den USA keinen Platz hätten. Er dankte den Behörden für das schnelle Eingreifen und kündigte an, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.

Anfang Oktober waren in der Poststelle des US-Verteidigungsministeriums zwei Umschläge festgestellt worden, die Spuren des hochgiftigen Stoffes Rizin aufwiesen. Einer der Briefumschläge war an Verteidigungsminister Jim Mattis gerichtet. Die an die Ministerien gerichtete Post wird routinemäßig überprüft, ehe sie überhaupt in das Behördengebäude gelangt.