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Transbaikalien zeigt die kulturelle Vielfalt Sibiriens

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Transbaikalien zeigt die kulturelle Vielfalt Sibiriens

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Im Rahmen des Programms "Follow Up Siberia!" entdecken wir die Region und treffen Einheimische. In dieser Folge sind wir in Tschita - der Hauptstadt Transbaikaliens.
Euronews-Reporter Sergey Sherbakov": "Tschita ist ein der größten Städte Ostsibiriens. Die transsibirische Eisenbahn hält in der Stadt, sie verbindet zwei Kontinente - Europa und Asien.

Im Rahmen des internationalen und interkulturellen Programms "Follow Up Siberia", das von Nornickel - dem General Partner der Winter-Universiade 2019 - organisiert wird, besuchten wir die Stadt mit Bloggern aus der ganzen Welt, um jungen Menschen in Hinblick auf die kommende Winter-Universiade das "echte" Sibirien zu zeigen.

Transbaikalien grenzt an China und die Mongolei - das bestimmt die kulturelle Vielfalt der Region. In Tschita steht die Dekabristenkirche, eine der ältesten Holzkirchen der Region. In der Nähe findet man aber auch den Aginer Dazan, das größte buddhistische Heiligtum der Gegend. Der Buddhismus wurde im 16. und 17. Jahrhundert von mongolischen und tibetischen Lamas in Transbaikalien eingeführt. Vor allem bei den Burjaten etablierte sich diese Glaubensrichtung im Laufe der Zeit.

Der Cidip Lama sagt: "Im Aginer Dazan sind alle Traditionen und Bräuche des burjatischen Volkes verschmolzen. Er zeigt die Kontinuität unserer Kultur, darauf sind wir stolz".

Bloggerin Analucia Rodriguez: "Der Tempel ist toll, außerdem der mongolische Einfluß, die Leute sind sehr nett, ich bin sehr froh, hier zu sein."

Tradition des Bogenschießens

Früher musste man ein guter Jäger sein, um in der Taiga zu überleben. Heute ist das nicht mehr nötig, aber die Tradition des Bogenschießens hat sich erhalten. Burjaten bezeichnen einen guten Bogenschützen als "Mergen". Unter ihnen Alexander Dambaev, mehrfacher russischer Meister und Europameister im Compound-Bogenschießen: "Bogenschießen liegt den Burjaten im Blut. Die Geister unserer Vorfahren helfen uns, wenn wir die Sehne spannen".

Sibirien ist ein Land der Traditionen. Aber auch neue Technologien findet man in der abgelegenen Region. Eugenia Mezenina hat beispielsweise das "Zablab" gegründet, in der Kinder ab sechs Jahren Grundlagen der Technik und Robotik lernen können:

"Heutzutage ist die geografische Lage Sibiriens kein Hindernis mehr, um techniches Verständnis und moderne Technologien zu entwickeln."

In Transbaikalien findet man noch unberührte Natur, die sibirische Taiga und endlose Steppen: "In Tschita gibt es eine Wasserscheide, denn in Transbaikalien liegen die Quellen von drei großen Flüssen: Amur, Lena und Yenisei . Von hier aus fließen sie über Tausende Kilometer bis zum Nordpolarmeer bzw. zum Pazifischen Ozean", so der euronews-Reporter.

Die kroatische Bloggerin Anica Kolic schwärmt: "Die Einwohner Sibiriens sind sehr freundlich und offen, sie interessieren sich für fremde Kulturen."

Nicht fehlen bei einem Besuch in Tschita darf ein Kochkurs, bei dem die Blogger lernten, wie man mongolische Teigtaschen zubereitet - "Buuz" ein traditionelles Essen der Burjaten.

Krönender Abschluss der Reise war ein Theaterbesuch - aufgeführt wurde Anton Tschechows Kurzgeschichte "Das schwedische Zündholz".