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Eurogruppe untersucht Italiens Haushalt - Rom sei nun am Drücker

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Eurogruppe untersucht Italiens Haushalt - Rom sei nun am Drücker

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In Brüssel haben die Finanzminister der Eurogruppe über das weitere Vorgehen in der italienischen Haushaltskrise beraten.

Das Land hatte wissentlich einen Etatentwurf vorgelegt, der gegen geltende EU-Regeln verstößt.

EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici trat Vermutungen entgegen, Brüssel habe bereits Maßnahmen gegen Italien beschlossen.

Das sei Fake News. Es gehe Schritt für Schritt im Geiste des Dialogs vorwärts.

Es müsse jedoch sichergestellt werden, dass Italien entsprechend den Regeln seine Verschuldung nicht ehöht.

Der österreichische Ressortchef Hartwig Löger sah nun ganz klar Rom am Drücker.

Er erwarte, dass Italien erklärt, zu welchen Maßnahmen und Änderungen es bereit sei. "Ich vertraue darauf, dass die Vernunft siegen wird."

Italien weist mit 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eine der höchsten Staatsverschuldungen der Welt auf.

Das Land ist daher verpflichtet, seinen Schuldenberg mittelfristig zu reduzieren.

Experten warnen, ein Kollaps Italiens könnte andere mit sich reißen, etwa Frankreich.

Französische Banken hielten einen Großteil der italienischen Schulden und seien auf eine gesunde italienische Wirtschaft angewiesen, so Maria Demertzis vom Brüsseler Think Tank Bruegel.

Sollte Italien enweder an den Finanzmärkten oder bei der Verschuldung in Schwierigkeiten geraten, hätte dies sofort Auswirkungen auf Frankreich.

Die Regierung in Rom hat nun bis zum 13. November Zeit für Änderungen am Haushalt.