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Saudischer Kronprinz Bin Salman beim G20-Gipfel eingetroffen

Saudischer Kronprinz Bin Salman beim G20-Gipfel eingetroffen
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Als einer der Vertreter der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer ist der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in Buenos Aires eingetroffen.

Am Freitag und Samstag kommen die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder in der argentinischen Hauptstadt zu ihrem Gipfeltreffen zusammen.

Wegen der Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul steht der Kronprinz weltweit in der Kritik.

Ihm wird vorgeworfen, den Mord in Auftrag gegeben oder zumindest davon gewusst zu haben. Zahlreiche Staaten sind auf Distanz zu Saudi-Arabien gegangen.

Vor der saudischen Botschaft im Stadtteil Palermo herrschten strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Unterdessen haben US-Außenminister Mike Pompeo und Pentagon-Chef James Mattis die Unterstützung für Saudi-Arabien im Bürgerkrieg mit dem Jemen gegen Kritik aus dem Senat verteidigt.

Die USA könnten selten mit völlig unbescholtenen Partnern zusammenarbeiten, erklärte der Verteidigungsminister.

Im Jemen herrscht seit dreieinhalb Jahren Bürgerkrieg. Die US-Regierung unterstützt in dem Konflikt eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition, die gegen vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen kämpfen und das Land aus der Luft bombardieren.

Unterdessen prüft die argentinische Justiz prüft eine Anzeige von Human Rights Watch gegen den Thronfolger wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ob Ermittlungen gegen bin Salman eingeleitet werden, steht noch nicht fest.

Das argentinische Justizsystem lässt eine Strafverfolgung von mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu, die im Ausland verübt worden sein sollen. Deshalb erstatte die Menschenrechtsorganisation dort Anzeige.

Dass die Justiz in Argentinien Schritte zu formalen Ermittlungen unternehme, sende das klare Signal, dass selbst mächtige Würdenträger wie bin Salman nicht über dem Gesetz stünden, teilte die Organisation mit.

Beim G20-Gipfel würden Staatenlenker "es sich zwei Mal überlegen, ehe sie neben jemandem für Fotos posieren, gegen den wegen Kriegsverbrechen und Folter" ermittelt werden könnte.