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Frankreich setzt umstrittene Steuererhöhungen für 6 Monate aus

Frankreich setzt umstrittene Steuererhöhungen für 6 Monate aus
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Im Streit um die geplante Steuerhöhung auf Diesel und Benzin gibt Frankreichs Regierung nach. Der französische Ministerpräsident Édouard Philippe hat angekündigt, sie für sechs Monate aufzuschieben.

Preise für Gas und Elektrizität sollen über die Wintermonate nicht steigen. Auch die Verschärfung der Umweltvorschriften bei der Überprüfung von Autos wurde vorerst ausgesetzt, sagte Philippe weiter.

"Wenn die Regierung es nicht geschafft hat, die Franzosen davon zu überzeugen, muss ich, müssen wir etwas ändern. Diese Wut - man muss taub oder blind sein, um sie nicht zu sehen oder zu verstehen. Keine Steuer der Welt verdient es, die Einheit der Nation zu gefährden. Unsere Steuerabgaben sind die höchsten in Europa. Unser Steuersystem ist unglaublich komplex und wird oft dafür kritisiert, dass es ungerecht ist. Diskutieren wir über die Änderungen, die wir daran vornehmen müssen. Diese Entscheidungen mit sofortiger Wirkung müssen Ruhe und Gelassenheit zurückbringen."

Die Proteste der "Gelben Westen" hatten sich an der geplanten Benzinsteuer entzündet. Bei Krawallen und Straßenschlachten war am Wochenende ein geschätzter Millionenschaden entstanden. Die Gelbwesten fordern mehr soziale Gerechtigkeit.

Für Frankreichs Präsident Macron ist es die bisher schwersten Krise seiner Amtszeit.

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