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125.000 bei Protesten - am Montag ein Mea Culpa von Macron?

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125.000 bei Protesten - am Montag ein Mea Culpa von Macron?

125.000 bei Protesten - am Montag ein Mea Culpa von Macron?
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REUTERS/Stephane Mahe
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In ganz Frankreich hat es an diesem 2. Adventswochenende wieder Proteste gegeben. Laut offiziellen Angaben haben sich mehr als 125.000 Menschen daran beteiligt. Am Rande der Demonstrationen der sogenanten "giles jaunes", der "Gelben Westen" gab es wieder Gewalt. Die Sicherheitskräfte setzten wieder Tränengas, aber auch Panzer ein.

Der Regierungschef sprach von einem "inakzeptablen Niveau der Gewalt". Mehr als 1.300 Personen wurden allein am Samstag vorläufig festgenommen. Laut Le Parisien sollte Präsident Emmanuel Macron eine Rede halten, nachdem er Lokal^politiker getroffen hatte, die ihm offenbar die Leviten gelesen und erklärt haben, wie unbeliebt der Präsident ist.

Emmanuel Macron wird in seiner TV-Ansprache, die offenbar für Montag geplant ist, dem Parisien zufolge eine Art "Mea culpa" kommunizieren.

Die geplante Spritpreiserhöhung - über Steuern, um den Klimaschutz zu fördern - gegen die die Gelbwesten protestieren, hatte die Regierung bereits für das gesamte kommende Jahr gestoppt.

Bei den Protestmärschen war immer wieder "Macron démission" (Macron tritt zurück) zu hören.

Auf Twitter dankte Macron den Sicherheitskräften für ihren Einsaty.

Der Innenminster, Christophe Castaner, hatte sich am Samstagabend ein Bild von der Lage gemacht.

Nicht nur in Paris, wo viele Geschäfte auf den Champs(Elysées oder an den Grands Boulevards verbarrikadiert waren oder erst gar nicht öffneten - gab es wieder Krawalle. Zu Auseinandersetzungen kam es diesmal auch in Marseille. Laut französichen Medien mischten sich gewaltbereite Randalierer unter die sogenannten"gelben Westen", die seit Wochen gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron protestieren.

Am Samstagmorgen blieb es relativ ruhig, doch später gab es Ausschreitungen in der Nähe der Champs-Elysée, wo einige wieder Barrikaden errichteten. Auch der "Drugstore Publlicis" wurde mit brennenden Weihnachtsbäumen angegriffen. Brennende Barrikaden gab es auch in der Nähe der "Grands Boulevards", wo sich die Kaufhäuser Printemps und Galéries Lafawette befinden.

Gleichzeitig mit den sogenannten "Gilets Jaunes", die gegen die Politik der Regierung Macron protestieren, gibt es an diesem Samstag Demonstrationen von Umseltschützern, um Druck auf die Klimakonferenz COP24 in Polen auszuüben.

Einer der Solgans war "Soziale Gerechtigkeit und Klima-Gerechtigkeit". So nahmen auch Französinnen und Franzosen in gelben Westen an den Protesten für das Klima teil.

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"Soziale Gerechtigskeit = Klima-Gerechtigkeit"REUTERS/Piroschka van de Wouw

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"Klima-Alarm" auf der COP24 - Demo in ParisREUTERS/Piroschka van de Wouw

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"Wir sind bereit für eine Klimapolizei"REUTERS/Piroschka van de Wouw

Bie der Klima-Demonsttration foderten die Protestierenden in Paris dazu auf, kein Fleisch mehr zu essen. Einige der Demonstranten trugen "gelbe Wester".

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Klima-Protest in Paris - "Fleisch = HitzeéREUTERS/Piroschka van de Wouw

Nicht nur in Paris, sondern in fast allen französischen Städten gab es Proteste.

REUTERS/Vincent Kessler
"Gelbe Westen" in StraßburgREUTERS/Vincent Kessler

In Bordeaux nahmen Gelbwesten an der Demonstration für das Klima teil. Mit dabei war auch der linke Politiker Jean-Luc Mélenchon von "La France Insoumise" ("Das unbeugsame Frankreich").

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Jean-Luc Mélenchon in BordeauxREUTERS/Regis Duvignau

"Bürger auf die Bäume" war einer der Slogans inSüdfrankreich.

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Demonstration in MarseillREUTERS/Jean-Paul Pelissier

In Marseille war ein Poster zu sehen, auf dem stand, "Macron, ernähre Dein Volk!"

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Protest in Marseille - "Macron, ernähre Dein Volk"REUTERS/Jean-Paul Pelissier

Der Himmel über Paris.

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