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Gefahr durch Drohnen-Angriffe

Gefahr durch Drohnen-Angriffe
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Am Londoner Großflughafen Gatwick gibt es nach einer groß angelegten Drohnen-Störaktion wieder Bewegung im Flugverkehr.

Piloten befürchten aber, es sei nur eine Frage der Zeit, bis eine Katastrophe eintritt. Dazu Flugkapitän Dave Smith, Sprecher der britischen Pilotenvereinigung:

"Wir haben mit dem Verkehrsministerium und der militärischen Luftfahrtbehörde Forschungsarbeiten betrieben. Diese Drohnen, die nur zwei Kilogramm wiegen, aber Batterien und Motoren haben, können, wenn sie ein Flugzeug treffen, die Windschutzscheibe durchschlagen. Eine Kollision mit dem Heckrotor eines Hubschraubers kann katastrophale Unfälle verursachen".

Die Störmanöver über Gatwick konnten Einsatzkräfte trotz eines großen Polizeieinsatzes mit Hubschrauber und Scharfschützen sowie Spezialgerät der Armee zunächst nicht unterbinden.

Drohnen sind schwer aufzuspüren. Dazu Darren Buxton, Abteilungsleiter bei Drone Defense, einem Unternehmen für Drohnenschutztechnologie:

"Wir reden hier von einer Drohne, die so groß wie ein Teller ist, sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt und sehr manövrierfähig ist. Daher ist es ziemlich schwierig, sie mit einer Kugel abzuschießen. Wir schauen uns die Haupttechnologie, die von der Drohne selbst verwendet wird an, nämlich die Radiofrequenz, die die Video- und Bilddaten der Drohne an den Controller überträgt. Dies ist die effektivste Art und Weise, den Angriff von Drohnen im Luftraum zu bekämpfen".

In den Niederlanden gab es Versuche, Adler gegen Drohnen einzusetzten, aber nur mit begrenztem Erfolg.

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund in London gibt es laut Behörden nicht. In den 24 Stunden nach Einstellung des Flugbetriebs zählte die Polizei mehr als 50 Drohnen-Sichtungen.

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