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Gefälschte Geschichten: Ex-"Spiegel" Reporter gibt Journalistenpreise zurück

Gefälschte Geschichten: Ex-"Spiegel" Reporter gibt Journalistenpreise zurück
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Das international renommierte Magazin „Der Spiegel“ hat berichten müssen, dass einer ihrer Reporter eine bisher nicht bekannte Anzahl von Geschichten gefälscht hat.

Seit 2017 arbeitete Claas Relotius fest für den Spiegel, seit 2010 hatte er für viele große deutschsprachige Blätter geschrieben und international veröffentlicht. Er wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem CNN Journalist Award.

Der 33 jährige hat eingeräumt, Geschichten erfunden, manipuliert oder verfälscht zu haben. Der Spiegel sieht sich getäuscht, stellt aber auch seine eigenen Kontrollmechanismen in Frage:

Susanne Beyer, stellvertretende Chefredakteurin beim "Spiegel”:

"Er hat über seine Recherchen gesprochen, er hat mit seinen Redaktionsleitern darüber gesprochen, wo er nicht weiter gekommen ist, er hat praktisch jeden in seine Arbeit einbezogen, so dass eine Illusion entstand, die unsere Kontrollmechanismen nicht erfasst haben."

Allein 60 Arbeiten für den Spiegel werden intern überprüft, gelobt wird das Magazin von Medienkollegen für den offenen Umgang mit dem eigenen Versagen. Claas Relotius hat von sich aus beim Spiegel gekündigt und vier Reporterpreise zurückgegeben.