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Auswärtiges Amt: Zwei Deutsch-Ägypter seit Dezember vermisst

Auswärtiges Amt: Zwei Deutsch-Ägypter seit Dezember vermisst
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REUTERS/Amr Abdallah Dalsh
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In Ägypten werden nach Angaben des Auswärtigen Amtes zwei Deutsche vermisst. Die Deutsche Botschaft stehe in Kontakt mit den Behörden und bemühe sich in beiden Fällen mit Nachdruck um Aufklärung, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Ob die beiden Fälle miteinander in Verbindung stehen, ist noch nicht bekannt. Die beiden jungen Männer sind zu verschiedenen Zeitpunkten verschwunden – einer wird seit Mitte, der andere seit Ende Dezember vermisst.

„Wir sind mit denen seit einigen Tagen befasst und wir nehmen beide Fälle sehr ernst“, sagte er. Im Hinblick auf das Wohl der Betroffenen könnte er keine weiteren Angaben machen.

Die beiden jungen Männer haben Angehörigen zufolge eine deutsche Mutter und einen ägyptischen Vater und besitzen beide Staatsbürgerschaften.

Beide sind schon während der Anreise verschwunden

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich im ersten Fall um einen 18-Jährigen aus Gießen, der am 17. Dezember über Luxor nach Ägypten einreisen wollte, um seinen Großvater in Kairo zu besuchen. Vor dem Weiterflug in die Hauptstadt brach der Kontakt ab. „Er ist nicht angekommen. Mein Bruder hat (in Kairo) auf ihn gewartet“, sagte der Vater der dpa. „Es sind jetzt drei Wochen und es gibt keine Spur. Niemand weiß, ob er noch am Leben ist.“ Der Vater geht davon aus, dass ägyptische Sicherheitskräfte seinen Sohn festgenommen haben. Gründe für eine mögliche Festnahme kenne er nicht.

Im zweiten Fall geht es um einen 23 Jahre alten Deutschen aus Göttingen, der mit seinem Bruder am 27. Dezember über den Flughafen Kairo nach Ägypten einreisen wollte. Die Behörden hielten den jungen Mann am Flughafen fest und ließen nur seinen Bruder passieren, wie seine Mutter der dpa bestätigte. Seitdem ist der junge Mann verschwunden. Die Mutter hatte sich in einem Brief an den deutschen Botschafter in Ägypten gewandt und um Hilfe gebeten. Durch Kontakte in Kairo habe die Familie herausgefunden, dass sich der Sohn angeblich in einem Gebäude der „Hauptstelle des Geheimdienstes“ in der Hauptstadt befinde. Er werde demnach ohne jegliche Begründung festgehalten.

Ägyptische Behörden zeigen sich wenig kooperationsbereit

Menschenrechtsorganisationen beklagten in den vergangenen Jahren Zehntausende Menschen, die aus politischen Gründen in Ägypten eingesperrt wurden. Einige Fälle von Festgenommenen mit doppelter Staatsbürgerschaft erregten Aufsehen, diese der ägyptische Staat allerdings als Ägypter behandelt. Das bedeutet, ausländische Regierungen haben kaum die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.

Nach Angaben des Vaters des 18 Jahre alten Verschwundenen gebe es zwischen beiden Fällen aus dem Dezember keine Verbindung. Er selbst habe nur über die Medien von dem ebenfalls vermissten Göttinger erfahren.

Das ägyptische Innenministerium bei einer telefonischen Presseanfrage darum, später noch einmal anzurufen. Danach wurden die Telefonate nicht mehr angenommen.