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Flugzeugabsturz in Indonesien: Ermittler finden Flugschreiber

Flugzeugabsturz in Indonesien: Ermittler finden Flugschreiber
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Ermittler haben den Flugschreiber eines im Oktober vergangenen Jahres abgestürzten Flugzeugs nahe der indonesischen Küste gefunden. Sie konnten ein schwaches Signal orten, das von der Box ausgesendet wird.

Der Rekorder, der Stimmaufnahmen aus dem Cockpit sowie Flugzeugdaten enthält, wurde unter einer Schlammschicht gefunden. 90 Tage lang sendet das Gerät ein Signal für die Suchmannschaften aus, diese Zeit wäre Ende Januar abgelaufen. Zuvor hatte die Fluggesellschaft Lion Air vergeblich versucht, mit einer rund drei Millionen Dollar teuren Suchaktion den Flugschreiber zu finden.

Die Behörden erhoffen sich nun Erkenntnisse über den Unfallhergang. Die Maschine war kurz nach dem Start ins Meer gestürzt, 189 Menschen kamen ums Leben. Es wird vermutet, dass ein fehlgeleitetes automatisches System gegen Strömungsabrisse sowie Pilotenfehler den Unfall verursacht haben. Der Absturz war der erste einer Boeing 737 Max.

Nach Bekanntwerden der ersten Ermittlungsergebnisse im vergangenen Jahr hatte es schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft gegeben. Das nagelneue Flugzeug hatte offenbar auf vorangegangenen Flügen Probleme und falsche Sensordaten, beispielsweise über die Geschwindigkeit, geliefert. Dennoch ließen die Verantwortlichen die Maschine wieder abheben. Auch gab es eine Diskussion über die Automatiksteuerung in modernen Flugzeugen. Vermutlich hatten die Piloten kurz vor dem Unfall gegen eine außer Kontrolle geratene Computersteuerung der Boeing 737 Max gekämpft.