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Widerstand gegen Autokraten wächst - so derJahresbericht von Human Rights Watch

Widerstand gegen Autokraten wächst - so derJahresbericht von Human Rights Watch
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Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat ihren Jahresbericht zur weltweiten Lage der Menschenrechte publiziert. Darin heißt es, die wichtigste Erkenntnis des zurückliegenden Jahres sei nicht, dass autoritäre Trends andauerten, sondern dass der Widerstand gegen sie wachse.

So wurden die Protestbewegungen gegen Angriffe auf die Demokratie in Europa stärker. Zehntausende Menschen seien beispielsweise gegen die autoritären Regierungen in Ungarn und Polen auf die Straße gegangen, erklärt Kenneth Roth, der Geschäftsführer von Human Rights Watch.

Auf euronews sagte er:

"Obwohl die Autokraten die Schlagzeilen bestimmen, gab es auch einen intensiven Widerstand dagegen, der erhebliche Fortschritte macht. Wir sehen diesen Widerstand manchmal auf der Straße wie in Ungarn oder Polen und manchmal an der Wahlurne wie in Malaysia, Armenien und auf den Malediven, wo Autokraten und korrupte Führer abgesägt wurden.

Aber am wichtigsten war er vielleicht in verschiedenen multilateralen Institutionen wie den Vereinten Nationen. Und dies, obwohl einige der Großmächte, die traditionell die Menschenrechte verteidigen, ausgeschieden sind. Auf Trump kann man nicht setzen: Er ist zu sehr damit beschäftigt, befreundete Autokraten zu umarmen."

Dennoch gibt es noch viel zu tun: in Simbabwe, der Türkei, Kenia ...

Roth begrüßte außerdem, dass - nach dem Mord an Jamal Khashoggi - Deutschland seine Waffenexporte nach Saudi-Arabien gestoppt habe.

Human Rights Watch untersucht jährlich den Zustand der Menschenrechte in mehr als 100 Ländern.