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Griechenland billigt Abkommen im Namensstreit mit Mazedonien

Griechenland billigt Abkommen im Namensstreit mit Mazedonien
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In Griechenland hat das Parlament das Abkommen zur Überwindung des Namensstreits mit Mazedonien gebilligt. Die Abstimmung ging mit 153 Ja- und 146 Nein-Stimmen knapp aus. Ministerpräsident Alexis Tsipras war auf Unterstützung außerhalb seiner eigenen Partei angewiesen. Bis zuletzt gab es erbitterte Debatten.

Doch nach einem 28 Jahre andauernden Streit kann der ehemalige jugoslawische Teilstaat Mazedonien nun in Nord-Mazedonien umbenannt werden. "Dies ist ein historischer Tag für die Balkanregion", so Tsipras. "Eine Region mit einer langen Geschichte voller Kriege, Konflikte, Streit und nationalistischem Hass. Wir schlagen ein neues Kapitel auf und schaffen Raum für Frieden, Zusammenarbeit, Freundschaft, Solidarität und Verständnis füreinander."

Auch der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev bezeichnete die Ratifizierung auf Twitter als historischen Sieg. Er nannte Tsipras einen Freund und gratulierte ihm.

Eine Sprecherin der EU-Kommission twitterte, die Union freue sich auf die kommenden Schritte zur vollen Umsetzung des Abkommens.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg schrieb, er freue sich auf den NATO-Beitritt der künftigen Republik Nordmazedonien.

EU-Ratspräsident Donald Tusk lobte Tsipras und Zaev auf Griechisch und Mazedonisch als risikofreudige Regierungschefs, die ihre eigenen Interessen zurückstellten.

Doch es gab auch Protest. Wie bereits am Sonntag demonstrierten Gegner der Namensänderung vor dem Parlament. Eine Mehrheit der Griechen ist gegen die Umbenennung des Nachbarstaats.

Doch einen Weg zurück gibt es jetzt wohl nicht mehr: "Jetzt, wo die Namensänderung offiziell vom Parlament bestätigt wurde, wird das Abkommen Schritt für Schritt in Kraft gesetzt", so euronews-Reporterin Nicoleta Drougka in Athen. "Eine der ersten Maßnahmen wird sein, dass unsere Nachbarn die Prozedur zum NATO-Beitritt einleiten."