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Flugabsturz bei Erzhausen: Russische Millionärin getötet

Flugabsturz bei Erzhausen: Russische Millionärin getötet
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APTN screenshot
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In Südhessen sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs nach ersten Erkenntnissen der Polizei drei Menschen gestorben. Neben dem Piloten befanden sich zwei Passagiere an Bord der sechssitzigen Maschine.

Laut russischen Medienberichten gehörte sie zur S7 Airlines. Die Fluggesellschaft gab an, dass es sich bei einem der Opfer um Natalia Fileva, die Mitinhaberin des Unternehmens, handelt. Sie war eine der reichsten Frauen Russlands und starb im Alter von 55 Jahren.

"Das ist ein unwiederbringlicher Verlust", sagte eine Sprecherin von S7 Airlines. Filjowa sei eine inspirierende Managerin und wunderbare Frau gewesen. Auch russische Experten sollten bei den Untersuchungen zur Unfallursache helfen, sagte die Sprecherin. Der zweite Passagier an Bord soll russischen Medienberichten ihr Vater gewesen sein.

Die Untersuchungen zur Ursache des Absturzes laufen. "Die Maschine ist komplett ausgebrannt, dementsprechend schwierig gestalten sich die Identifizierungsmaßnahmen», sagte Polizeisprecher Bernd Hochstädter.

Die Maschine stürzte auf ein folienbedecktes Spargelfeld in Erzhausen bei Darmstadt, ging sofort in Flammen auf und brannte komplett aus. Eigentlich befand sich das Flugzeug auf dem Weg zum Flugplatz Egelsbach, der nur wenige Kilometer von der Unfallstelle entfernt ist.

Auch die Bergungsarbeiten wurden erschwert. Durch den Absturz und die Löscharbeiten wurden Schadstoffe wie Kerosin freigesetzt. Die Trümmer waren in einem Radius von etwa 20 Metern verteilt.

Nach Informationen der Deutschen Flugsicherung (DFS) startete die Maschine des US-amerikanischen Herstellers Epic vom Typ "E 1000" im französischen Cannes. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei das Flugzeug allerdings nicht mehr unter Kontrolle der DFS gewesen, da sich der Pilot dort abmeldete, um sich beim Tower des Flugplatz Egelsbach anzumelden. Zugleich sei der Pilot vom Instrumentenflug auf Sichtflug übergegangen, was laut der DFS ein übliches Verfahren sei.

Polizeiwagen wird in einen Unfall verwickelt

Wenige Kilometer von der Absturzstelle des Flugzeugs kamen bei einem frontalen Zusammenstoß zwischen einem Polizeiwagen und einem weiteren Auto zwei Menschen ums Leben.

Die drei Polizisten waren mit Blaulicht auf dem Weg zur Unfallstelle. Zwei von ihnen wurden schwerverletzt und wurden mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der dritte Beamte wurde im Krankenwagen transportiert.

Die Insassen des Privatautos, ein 24-jähriger Mann und eine 22-jährige Frau, verstarben noch am Unfallort.