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EZB: USA schaden sich bei Eskalation von Handelskonflikten am meisten

EZB: USA schaden sich bei Eskalation von Handelskonflikten am meisten
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Eine Eskalation der Handelskonflikte würde den USA mehr schaden als ihren wirtschaftlichen Rivalen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europäischen Zentralbank (EZB).

So seien die Folgen von US-Strafzöllen auf Auto-Importe auf die Eurozone nur gering. Während die US-Wirtschaft nach einem Jahr mindestens 1,5 Prozent an Wirtschaftsleistung einbüßen würde, wäre der Dämpfer für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Euro-Zone vermutlich geringer als 0,5 Prozent - so eine Graphik in der Studie. Der Welthandel würde empfindlich getroffen: Hier lägen die Einbußen bei mehr als 2,5 Prozent.

In ihrer Simulation nimmt die EZB an, dass die USA Sonderzölle von zehn Prozent auf alle Importe verhängen und die Länder darauf mit Vergeltungsmaßnahmen in gleicher Höhe antworten. Die EZB hatte einige Aspekte dieser Simulation bereits im September 2018 veröffentlicht.

Die Aussichten auf drohende Auto-Strafzölle belasten seit vorigem Jahr das europäisch-amerikanische Verhältnis. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) gehört der Handelsstreit zu den größten Risiken für die globale Konjunktur. Der Fonds hatte unlängst seine Konjunkturprognose 2019 für die Weltwirtschaft erneut gesenkt. Ob das Wachstum in der Euro-Zone im zweiten Halbjahr zurückkommt, hängt aus Sicht von EZB-Direktor Benoit Coeure entscheidend davon ab, ob sich im Handelsstreit Lösungen abzeichnen. Die nächste Runde der Gespräche USA/China soll am 30. April beginnen.

su

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