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Libyische Regierung bittet um EU-Unterstützung

Libyische Regierung bittet um EU-Unterstützung
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Libyen bittet um internationale Garantien für eine stabile Zukunft des Landes. Mit diesem Appell ist der Ministerpräsident der von den Vereinten Nationen unterstützten libyschen Regierung, Fajis al-Sarradsch, zu Gesprächen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini gereist. Mogherini forderte die Parteien zum Waffenstillstand auf - der Konflikt hat bereits 450 Menschen getötet und 60.000 obdachlos gemacht.

Regierung fordert ein starkes Signal

Für den libyschen EU-Botschafter Hafed Gaddur ist ein Dialog nur möglich, wenn sich die Truppen unter Führung von General Haftar zurückzieht.

"Solange diese Aggression anhält, werden wir uns verteidigen. Wir sind bereit, das Gespräch fortzusetzen und zum politischen Dialog zurückzukehren, aber der Angreifer sollte logischerweise zu der Basis zurückkehren, von der aus er begonnen hat. Wir verteidigen also nur diese Stadt, diese Regierung und dieses politische Abkommen."

Seit die Truppen von General Khalifa Haftar Anfang April einen Angriff auf die Hauptstadt Tripolis gestartet haben, ist die Gewalt in Libyen wieder aufgeflammt. Al-Sarradsch reiste auf einem diplomatischen Marathon durch Europa, und konnte eine Reihe von politischen Unterstützern gewinnen. Doch jetzt fordert seine Einheitsregierung ein stärkeres Signal von der internationalen Gemeinschaft.

"Waffenstillstand muss garantiert sein"

EU-Botschafter Hafed Gaddur erklärt auch warum:

"Wir werden um Garantien bitten, denn die internationale Gemeinschaft hat uns immer gesagt, dass Tripolis niemals angegriffen wird. Diese Garantie hat aber nicht gewirkt, denn 10 Tage vor der UN-Konferenz erreichte der Angreifer Tripolis und attackierte die Hauptstadt. Wenn wir also von einem Waffenstillstand sprechen, dann glaube ich muss es jemanden geben, der diesen international garantiert, sei es die UN, die Europäische Union oder irgendeine andere Institution."

Ein sich hinziehender Konflikt in dem Mittelmeeranrainer-Staat könnte weitreichende Auswirkungen haben, vor allem auf die Flüchtingsströme vom afrikanischen Kontinent nach Europa.