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Trauer um den Architekten Ieoh Ming Pei, Vollender der Klassischen Moderne

Trauer um den Architekten Ieoh Ming Pei, Vollender der Klassischen Moderne
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Abstrakte Formen und scharfe, geometrische Designs haben den aus China stammenden Architekten Ieoh Ming Pei im Westen zum Star gemacht. Er wurde 102 Jahre alt.

Berühmt wurde der Pritzker-Preisträger unter anderem mit der Gestaltung der Glaspyramide am Louvre in Paris. Sein Umgang mit simplen geometrischen Formen und das Spiel mit dem Licht prägten seine Arbeit.

Gefördert von Walter Gropius, dem exilierten Gründer des Bauhauses an der Graduate School of Design in Harvard, und Marcel Breuer, gilt Pei den Anhängern der Klassischen Moderne als deren Vollender. Pei war schon mit 17 zur Ausbildung in die USA gezogen, der Zweite Weltkrieg verhinderte seine Rückkehr nach China.

Als letztes Meisterwerk gilt das Museum für Islamische Kunst im Emirat Katar.

Zuvor war es die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland, USA, von wo aus ein Disk Jockey in den 1950er Jahren den Begriff „Rock ’n’ Roll“ in die Welt schickte. „Die Konzeption dieses Gebäudes soll die Energie des Rock ’n’ Roll widerspiegeln“, sagte der Architekt.

Zwischendurch hätte die Lust am Bauexperiment seine Firma fast ruiniert - beim 240 Meter hohen John Hancock Tower in Boston, USA, fielen bei jedem Sturm riesige Scheiben aus der Fassade – sei’s drum, die Bank of China in Hongkong glitzert auch wieder wie ein Kristall. Inspiriert fühlte sich Pei diesmal vom Bambus, in der chinesischen Kultur ein positives Symbol.

"Ieoh Ming Pei hat diesem Jahrhundert einige seiner schönsten Innenräume und äußeren Formen gegeben", so die Pritzker-Architektur-Preisjury 1983.

su