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Todesstrafe für 6 französische IS-Kämpfer im Irak

Todesstrafe für 6 französische IS-Kämpfer im Irak
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Ein Gericht im Irak hat am Dienstag zwei weitere mutmaßliche IS-Kämpfer aus Frankreich zum Tode verurteilt.

Damit erhöht sich die Zahl der wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat (IS)" zum Tode verurteilten Franzosen auf sechs. Die Männer gehören zu einer Gruppe von 12 Kämpfern, die in Syrien gefasst und an den Irak überstellt wurden.

Die Verfahren fänden im Irak statt, weil die Verbrechen auf irakischem Territorium begangen wurden, so der Sprecher des Justizministeriums. Die Todesstrafe sei ein im irakischen Recht vorgesehens Strafmaß

Frankreich spricht sich grundsätzlich dafür aus, französische IS-Kämpfer vor Ort vor Gericht zu stellen. Ähnlich sehen das Deutschland und andere EU-Länder - sie stehen einer Rücknahme äußerst skeptisch gegenüber.

Zu den Todesurteilen sagt der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian, man respektiere die Souveränität der irakischen Behörden, sei aber grundsätzlich gegen die Todesstrafe, überall dort, wo sie existiere, auch in den USA und auch im Irak. Man unternehme vielfältige Schritte, um den verurteilten Franzosen die Todesstrafe zu vermeiden.

Mehr als 500 Kämpfern ausländischer Herkunft wurde bereits im Irak der Prozess gemacht. Gegen sie verhängte Todesurteile wurden bisher nicht vollstreckt.