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"Revolution Chemnitz" soll Gewaltaktionen in Berlin geplant haben: Bundesanwaltschaft erhebt Anklage

"Revolution Chemnitz" soll Gewaltaktionen in Berlin geplant haben: Bundesanwaltschaft erhebt Anklage
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REUTERS/Vincent Kessler
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Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen acht Mitglieder einer mutmaßlich rechtsterroristischen Gruppe "Revolution Chemnitz" erhoben. Das bestätigte die Behörde, nachdem mehrere Medien, darunter der Rechercheverbund aus WDR, NDR und SZ, darüber berichtet hatten.

Den Männern werde vorgeworfen, sich im September vergangenen Jahres zusammengeschlossen zu haben, um Anschläge zu begehen, heißt es in einem Bericht zum Thema in der Süddeutschen Zeitung. Die Bundesanwaltschaft nannte keine weiteren Details.

Diesem Bericht zufolge sollen die Männer einen "bürgerkriegsartigen Aufstand" in Berlin geplant haben. Grundlage für die Anklage sei die Auswertung von Chat-Protokollen auf den Handys der Beschuldigten.

Führende Köpfe aus der Neonazi-Szene

Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe ermittelt seit geraumer Zeit gegen die Gruppierung. Acht Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ein Großteil von ihnen zählt den bisherigen Ermittlungen zufolge zu den führenden Köpfen der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz.

Im vergangenen Jahr soll es Hinweise dafür gegeben haben, dass die Gruppierung am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, Gewaltaktionen plante. Der Generalbundesanwalt war am 1. Oktober 2018 gegen die Gruppe vorgegangen. Generalbundesanwalt Peter Frank hatte im März das Verfahren gegen "Revolution Chemnitz" im Bereich Rechtsterrorismus als "eines der bedeutendsten Verfahren, die wir gegenwärtig führen" bezeichnet.