Jetzt doch erlaubt: "Oben ohne" an der Isar

Jetzt doch erlaubt: "Oben ohne" an der Isar
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REUTERS/Andreas Gebert
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Der Streit darüber, was in München als "Badekleidung" gilt, hat nur einige Tage gedauert. Ausgelöst wurde er dadurch, dass private Sicherheitsleute topless badende Frauen dazu aufgefordert hatten, Oberteile anzuziehen, da sie gegen die Kleiderordnung verstießen.

Die Grünen / Rosa Liste starteten daraufhin im Stadtrat München eine Anfrage zur Badekleiderordnung in der bayerischen Hauptstadt. Die Verordnung schreibt vor, dass außerhalb ausgewiesener FKK-Flächen Badebekleidung getragen werden muss.

An diesem Mittwoch ist nach einem Eilantrag der CSU einstimmig beschlossen worden: auch Frauen dürfen "oben ohne" baden.

In der Verordnung steht, dass nur "die primären Geschlechtsteile bedeckt" sein müssen. Will heißen: Eine Badehose reicht. Weder Männer noch Frauen müssen demnach Oberteile tragen.

An der Isar gibt es aber auch FKK-Bereiche, für die diese Regel nicht gilt.

Auch das "rüpelhafte" Verhalten des Sicherheitpersonals wurde im Stadtrat beklagt. Mehrere Medien hatten darüber berichtet, dass die Frauen eingeschüchtert worden waren. Zudem gab es Solidaritätsaktionen mit den gemaßregelten Frauen.

Bei aktuell sehr hochsommerlichen Temperaturen tummeln sich viele in München an der Isar.