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Afghanistan: Unterricht zwischen den Fronten

Afghanistan: Unterricht zwischen den Fronten
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In Lebensgefahr auf dem Weg zur Schule: Für viele Kinder in Afghanistan Alltag. Bildung ist in dem Bürgerkriegsland zunehmend unter Beschuss. Im vergangenen Jahr waren knapp 200 Schulen im Land Ziel von Anschlägen, 1000 wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Zufluchtsort Schule

Rund die Hälfte der afghanischen Kinder geht nicht zur Schule. Für die anderen findet der Unterricht oft in provisorischen Zelten oder Ruinen statt. Ein Stück Alltag inmitten des Chaos.

„Ich liebe meine Schule. Aber wenn ich morgens hier herkomme habe ich Angst vor Bomben oder Angriffen. Trotzdem mögen wir Kinder den Unterricht alle sehr", sagt Palwasha, Schülerin an der Papen High School.

Die Schule liegt im Osten des Landes nahe Jalalabad. Vergangenes Jahr geriet sie zwischen die Fronten von Regierungstruppen und eines Ablegers des sogannten "Islamischen Staats." Viele Kinder mussten mit ansehen, wie Menschen auf den Straßen hingerichtet wurden. Bilder, die man nie vergisst und die sich auch auf den Schulalltag auswirken.

"Sie können sich nur schlecht konzentrieren"

Omar Ghorzang, ein Sprecher des Schulbezirks, erklärt: "Das Bildungsniveau der Kinder ist sehr niedrig. Das liegt auch daran, dass sie traumatisiert sind. Wenn die Lehrer mit ihnen sprechen, hören sie oft nicht zu, reden unter sich oder machen komische Dinge. Sie können sich nur schlecht aufs Lernen konzentrieren."

In der nicht weit entfernten Hauptstadt Kabul bekommen Schüler inzwischen oft psychologische Hilfe. In dieser Schule gibt es das Angebot nicht, das Gebiet gilt aus zu gefährlich.