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5-Sterne-Internetplattform Rousseau "ein Albtraum"

5-Sterne-Internetplattform Rousseau "ein Albtraum"
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Die 5-Sterne-Bewegung will echte Demokratie von der Basis aus machen. Hierzu hat sie die Plattform Rousseau ins Internet gestellt, geschaffen von Gianroberto Casaleggio, einem Freund von 5-Sterne-Gründer Beppe Grillo.

Sie ist die Verbindung zu den Wählern, auf ihr wird über das Regierungsprogramm abgestimmt, einfache Parteimitglieder können hier Gesetze vorschlagen oder sich als Abgeordnete bewerben.

Wir fragen den Internet-Experten Riccardo Coluccini. Er sagt: "Die Sterne haben da eine Art digitale Demokratie-Plattform. Sehr interessant, inwieweit das die Demokratie verändert, aber gleichzeitig besorgniserregend, denn Rousseau ist ein sehr fragiles System."

Rousseau gehört einer Privatfirma, dem Sohn von Gianroberto Casaleggio. Ist das eigentlich in Ordnung in einer Demokratie?

Coluccini: "Es besteht ein riesiges Problem. Wir vertrauen einer privaten Firma an, sich um die Geschicke des Landes zu kümmern. Vieles ist unklar bei Rousseau. Wie Rousseau genau arbeitet, ist unklar. Der ganze Mechanismus. Rousseau könnte ein interessantes Experiment für digitale Demokratie sein, aber leider ist es zum Albtraum geworden. Schon im August 2017 wurde das System gehackt. Die Hacker sagten, es sei ein Kinderspiel gewesen."