Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Steht Gefangenenaustausch bevor? Inhaftierter Filmemacher Senzow nach Moskau verlegt

Steht Gefangenenaustausch bevor? Inhaftierter Filmemacher Senzow nach Moskau verlegt
Copyright
REUTERS/David W Cerny/File Photo
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Der in Russland inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow ist offenbar nach Moskau verlegt worden. Das berichteten die Nachrichtenagenturen TASS und Interfax unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Erst am Mittwoch hatte ein Gericht in der Ukraine den russischen Journalisten Kirill Wyschinski aus der Untersuchungshaft entlassen. Er wird des Hochverrats verdächtigt.Wyschinski ist Leiter einer staatlichen russischen Nachrichtenagentur in der Ukraine. In seinen Beiträgen soll er die russische Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim 2014 gerechtfertigt haben, so der Vorwurf.

Beide Ereignisse nähren Gerüchte über einen bevorstehenden Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland, der jedoch von offizieller Seite bislang nicht bestätigt wurde. Im Juli hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Austausch des Journalisten gegen den in Russland inhaftierten Filmemacher Oleg Senzow in Betracht gezogen.

Regisseur Senzow stammt von der Halbinsel Krim, die 2014 von Russland annektiert wurde. Senzow war trotz internationaler Proteste wegen Terrorismusvorwürfen zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Diese verbüßte er bislang in einem abgelegenen Straflager nördlich des Polarkreises.

Erst im vergangenen Jahr wurde der Filmemacher mit dem Sacharow-Menschenrechtspreis ausgezeichnet - er gilt als prominentester ukrainische Gefangener in Russland.