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Enescu-Festival: Gianandrea Noseda und das London Symphony Orchestra

Enescu-Festival: Gianandrea Noseda und das London Symphony Orchestra
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Höchster Genuss für Klassikfans: Das Londoner Symphonieorchester unter der Leitung von Gianandrea Noseda auf dem Enescu Musikfestival in Bukarest. Der gebürtige Mailänder ist seit 2016 erster Gastdirigent des Londoner Ensembles und hat führende Opernhäuser und Festivals in der ganzen Welt geleitet.

Euronews-Reporter Wolfgang Spindler fragte den Maestro in Bukarest, wie er seine Rolle als Dirigenten definieren würde. "Ein Dirigent ist ein Musiker unter vielen. Er hat eine Vorstellung davon, in welche Richtung die Musik gehen soll und wacht über die Ausführung.

Me and the #GianandreaNoseda, conductor of the London Synphoniy Orchestra for tonight’s concert at the #EnescuMusicFestival in #Bucarest. The photo was just taken after I interviewed him for #Euronews

Publiée par Wolfgang Spindler sur Lundi 2 septembre 2019

"Aber ohne die Zusammenarbeit, Herz und Verstand aller Mitspieler, werden seine Ideen keine Wirklichkeit. Ein Dirigent sollte dem Orchester etwas anzubieten haben, ein Projekt, wie die Musik zu spielen ist und dann versuchen, alle Talente des Orchesters mit an Bord zu bekommen."

In Bukarest stand Musik des rumänischen Komponisten George Enescu auf dem Programm. Sein besonders Kennzeichen?

"Die Komplexität seiner Komposition. Manchmal gibt drei oder vier verschiedene melodische Verläufe gleichzeitig und man muss entscheiden, welcher der wichtigste ist. Die Orchestrierung ist äußerst dicht, die Struktur sehr frei. Er hat außerdem Sinn für die Stereophonie des Klangs, man muss sich fragen, wie man diesen Effekt auf der Bühne umsetzt."

Gianandrea Noseda leitet seit 2017 das National Orchestra in Washington, ist nicht nur mit dem London Symphony Orchestra unterwegs, sondern auch an der Met in New York, der Mailänder Scala oder dem Mariinski-Theater in St. Petersburg ein gern gesehener Gast.

Im Herbst 2021 wird er der neue Generalmusikdirektor der Oper Zürich.