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"Operation Yellowhammer": Hammer für die Briten

"Operation Yellowhammer": Hammer für die Briten
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No Deal Brexit, der Austritt der Briten aus der EU ohne Vertrag – ein Schreckensszenario, heisst es, zuallererst für die Wirtschaft, aber auch für die einkommensschwächeren Teile der Bevölkerung.

Wirklich konkret sind die Folgen erst durch die Veröffentlichung des "Yellowhammer" Berichtes geworden, ein Papier der britischen Regierung, in dem versucht wird, ein No-deal Brexit Szenario zu beschreiben.

Das Wichtigste zuerst:

  • Warenverkehr - LKWs müssen möglicherweise länger als 2 Tage warten, um über den Kanal übersetzen zu können – und zwar in beide Richtungen.
  • Versorgung - bestimmte Lebensmittel, besonders Frischware, könnten knapp werden
  • Sicherheit – die Regierung rechnet mit Protesten der Bevölkerung im gesamten Vereinigten Königreich
  • Wieder errichtete Genzen bremsen den Warenstrom

Der Verkehrsfluss über den Ärmelkanal könnte am ersten Tag nach Wiedereinführung der Zoll- und Einfuhrkontrollen um mehr als die Hälfte absacken - und es könnte drei Monate dauern, bis der Verkehr wieder fließt.

Die endlosen Staus könnten Kraftstofflieferungen und Handelsrouten beeinträchtigen, die Versorgung mit Medikamenten könnte knapp werden.

  • Mangelversorgung könnte in sozialen Unruhen münden

Einige Unternehmen könnten den Handel sogar ganz einstellen, ein Schwarzmarkt könnte entstehen, soziale Dienste könnten in Schwierigkeiten kommen

Auf Grund des Mangels - es könnte auch zu sozialen Unruhen kommen, denn die erwartbaren Preisanstiege treffen die Einkommensschwachen stärker.

  • Die britische Wirtschaft schrumpft

Insgesamt muss die Wirtschaft der fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt mit massiven Belastungen rechnen - vor wenigen Jahren noch war sie sie in am schnellsten wachsende der G7-Staaten.

Die Bank of England rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt um etwa 5,5%, die Inflation würde sich auf ebenfalls 5,5% mehr als verdoppeln wie auch die Arbeitslosigkeit auf etwa 7%.

  • Vom "Basisszenario" zum "Worst-Case"

Vor einem Monat wurden die „Goldammer–Papiere“ bekannt – damals noch als "Basisszenario". Unter der Regierung Johnson wurde nach Bearbeitung daraus ein „Worst-Case-Szenario“, von denen nur schlimmstenfalls auszugehen sei.