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Nach Angriffen auf saudische Ölanlagen: Preise steigen um fast 20 Prozent

Nach Angriffen auf saudische Ölanlagen: Preise steigen um fast 20 Prozent
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Es ist der größte Anstieg an nur einem Tag seit 1991: Die Ölpreise sind nach einem Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien um fast 20 Prozent gestiegen.

Die Folgen bekommen auch die Verbraucher in Deutschland zu spüren: So wurde Heizöl teurer. Weltweit gerieten Aktienmärkte unter Druck.

Die Preise erreichten ihren Höchststand, nachdem US-Präsident Donald Trump die Verwendung der Notfallreserven des Landes zur Sicherstellung einer stabilen Versorgung genehmigt hatte.

"Jede Reduzierung des saudischen Exports wird den Preis für Rohöl erheblich erhöhen. Der Preis für Rohöl stieg sofort von 50 auf 60 US-Dollar pro Barrel. Wenn es zu einem erneuten Anschlag kommt, nachdem die saudischen Ölförderanlagen repariert wurde, kann der Rohölpreis 100 Dollar pro Barrel erreichen", sagte Aktienanalyst Francis Lun.

Die Normalisierung der Preise kann laut Experten Monate dauern.

"Die Vereinigten Staaten und China haben einige Reserven. Die werden aber nicht lange halten. Kein Wunder, dass einige Experten bereits sagen, dass wir den Ölhandel bei rund 80 Dollar pro Barrel sehen werden. Das würde sich natürlich auch darauf auswirken, was wir an der Zapfsäule bezahlen", berichtete Sasha Vakulina für Euronews.

Der Vorfall wird auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben.

"In der Kombination aus den Unsicherheiten, die wir haben - also Unsicherheit über die Handelsbeziehungen innerhalb Europas, weltweit, generell eine Abschwungsituation und auch die Unsicherheit, ob der Ölpreis nicht nochmal deutlich ansteigt - kann das natürlich schon Investitionszurückhaltung verursachen und damit die Rezession, die an der ein oder anderen Stelle droht, verschärfen", erklärte Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft.

Russland und einige Insider bei Opec sagten, dass es noch keine Notwendigkeit für ein außerordentliches Treffen gebe.

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