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Überraschungssieger bei den Filmfestspielen von San Sebastián

Überraschungssieger bei den Filmfestspielen von San Sebastián
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Die Filmfestspiele von San Sebastián warteten mit einer echten Überraschung auf. Denn das Werk, das als bester Film ausgezeichnet wurde, hatten die wenigsten auf der Rechnung.

„Pacificado“ spielt in einem Armenviertel von Rio de Janeiro. Das Werk räumte doppelt ab, denn Hauptdarsteller Bukassa Kabengele wurde in San Sebastian als bester Schauspieler ausgezeichnet. Regie führte der US-Amerikaner Paxton Winters.

„Wir wollten keine Geschichte über Schmuggler, die Polizei oder Gewalt erzählen. Es geht in dem Film um Menschen, die versuchen, ein gewöhnliches Leben zu leben“, so Winters.

Auch der Film „La Trinchera Infinita“ (Der endlose Graben) durfte sich zu den großen Siegern von San Sebastián zählen. Das Werk aus baskischer Schmiede beleuchten das Leben eines Mannes, der sich während der Franco-Herrschaft aus Angst vor Strafmaßnahmen 33 Jahre lang in seinem Haus versteckte.

Der Preis für die beste Schauspielerin wurde in San Sebastián gleich zweifach vergeben: An die Spanierin Greta Fernández und die Deutsche Nina Hoss. Fernández war bisher nur ausgewiesenen Filmfachleuten ein Begriff, Hoss hingegen ist bereits eine preisgekrönte Schauspielerin. Sie wurde für ihre Rolle im Film „Das Vorspiel“ ausgezeichnet.

„Der Film sagt eine Menge über Gewalt und unsere Gesellschaft aus - darüber, wie etwas von Generation zu Generation weitergegeben wird. Da gibt es vieles zum Nachdenken. Aber man sieht auch einfach eine leidende Frau in der Mitte ihres Lebens, die versucht klarzukommen“, sagt Hoss.

euronews-Reporter Carlos Marlasca berichtet: „Obwohl er auf der Liste der besten Beiträge stand, konnte sich dennoch kaum jemand vorstellen, dass ein Film, der sich durch die Veranstaltung schlich, den Hauptpreis bei diesen Festspielen gewinnt. Andererseits hat der Regisseur des zweiten großen Siegers, wieder nicht die erste Goldene Muschel für einen baskischen Film erhalten.“

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