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Pompeo warnt vor chinesischer Einflussnahme auf dem Balkan

Pompeo warnt vor chinesischer Einflussnahme auf dem Balkan
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Reuters / OGNEN TEOFILOVSKI
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US-Außenminister Mike Pompeo hat bei seinem Besuch am Freitag in Montenegro und Nordmazedonien die Balkanstaaten vor den Gefahren chinesischer Investitionen in Technologie- und Infrastrukturprojekte gewarnt.

Nordmazedoniens Präsident Stevo Pendarovski bestätigte im Interview mit euronews, die USA seien dabei, ihren politischen Einfluss in der Region zu verstärken.

"Es sieht so aus, als würden die USA auf den Balkan zurückkehren, dabei geht es um die symbolische Bedeutung. Dieser Besuch signalisiert im Wesentlichen, dass die USA endlich ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, die noch offenen Fragen in der Region nach so vielen Jahren des Übergangs zu lösen oder bei der Lösung zu helfen.

Die USA zeigen mit konkreten diplomatischen Schritten, dass sie sich wirklich auf die Westbalkanregion konzentrieren und einen letzten, aber sicherlich ernsthaften Versuch unternehmen wollen, die Region nachhaltig zu stabilisieren."

Nordmazedonien wird im kommenden Jahr als 30. Mitgliedsstaat der NATO beitreten. Bei den Gesprächen mit Pompeo ging es auch um russische Versuche der Einflussnahme auf dem Balkan.

"Wir waren heftigen negativen politischen Kampagnen ausgesetzt, auch politischer Propaganda, einschließlich Fake News. Da wir keine Erfahrung auf diesem Gebiet haben, bekamen wir viel Unterstützung von unseren westlichen Verbündeten. Die USA haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt und wir sind wirklich dankbar dafür."

Zugleich hofft das Balkanland - zusammen mit dem Nachbarn Albanien - auf einen möglichst baldigen Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen.

Euronews-Reporter Borjan Jovanovski sagt: "Anlässlich seines Besuchs in Nordmazedonien sendete US-Außenminister Mike Pompeo die klare Botschaft an Brüssel, dass die USA die Bemühungen des Landes unterstützen, ein Datum für die Aufnahme von Verhandlungen über eine EU-Mitgliedschaft beim nächsten EU-Ratstreffen zu bestimmen."