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Türkei schickt Bodentruppen nach Nordsyrien

Türkei schickt Bodentruppen nach Nordsyrien
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Nach Luftangriffen und Artilleriefeuer auf kurdische Stellungen in Nordsyrien sind nun auch türkische Bodentruppen in die Region vorgedrungen. Die Militäroffensive ist international auf scharfe Kritik gestoßen.

Das türkische Militär erklärte über Twitter, bei dem Einsatz östlich des Flusses Euphrat habe man 181 militärische Ziele getroffen. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, man wolle sich auf militärische Ziele konzentrieren und in der Region eine "Sicherheitszone" einrichten, in der unter anderem syrische Flüchtlinge angesiedelt werden sollen.

Erdogan sagte: "Zusammen mit unseren Kommandeuren werden wir den Terrorkorridor bekämpfen. Wir sind entschlossen. Unser Kampf richtet sich nicht gegen die Zivilbevölkerung. Es werden keine Schritte gegen die Zivilbevölkerung unternommen. "

Viele Zivilisten auf der Flucht

Doch laut Beobachtern sind viele Zivilisten auf der Flucht, seit türkische Flugzeuge gestern mit den Bombardements begannen. Mindestens sieben Zivilisten seien seither getötet worden. Die EU-Staaten forderten die Türkei in einer gemeinsamen Erklärung zum Ende der Angriffe auf.

Auch US-Präsident Trump nannte die Aktion eine "schlechte Idee". "Wir haben Präsident Erdogan unsere Meinung gesagt, und wir sprechen mit beiden Seiten um zu sehen, was man aus dieser Situation machen kann. Aber wir haben keine Soldaten in der Region. Wir ziehen uns zurück aus den endlosen Kriege, wir müssen es tun und irgendwann muss jemand diese Entscheidung treffen."

Aber Kurden, die im Konflikt mit der Terrormiliz Islamischer Staat noch an der Seite der USA kämpften, fühlen sich verraten. Die Arabische Liga will zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen, wegen des "klaren Angriffs der Türkei auf die Souveränität eines brüderlichen arabischen Staates".

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