Verhandlungen in Brüssel: Brexit-Einigung doch noch möglich?

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Die Last-Minute-Gespräche zwischen Großbritannien und EU zum Brexit halten an. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte gegenüber Journalisten in Brüssel, es gäbe jetzt eine Grundlage für ein Abkommen, es könne theoretisch morgen genehmigt werden.

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Die Last-Minute-Gespräche zwischen Großbritannien und EU zum Brexit halten an. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte gegenüber Journalisten in Brüssel, es gäbe jetzt eine Grundlage für ein Abkommen, es könne theoretisch morgen genehmigt werden.

"Die Grundlage für ein Abkommen ist bereit, und theoretisch könnten wir morgen dieses Abkommen mit Großbritannien genehmigen", sagte Tusk gegenüber des polnischen Nachrichtensenders TVN24.

Theoretisch sollte nach sieben bis acht Stunden alles klar sein.
EU-Ratspräsident Donald Tusk

Bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch hatten beide Seiten verhandelt.  Eine Einigung vor dem EU-Gipfel am Donnerstag ist trotz komplizierter Gespräche noch möglich.

Der Zeitdruck ist enorm. Irlands Vize-Premierminister Simo Coveney sagte am Rande der Verhandlungen in Brüssel: "Wenn bis zum EU-Gipfel kein Deal gefunden wird, dann müssen die Staats- und Regierungschefs entscheiden, welches Mandat Brexit-Unterhändler Michel Barnier erhält."

Knackpunkt der Verhandlungen ist nach wie vor die irisch-nordirische Grenze. Spekulationen zufolge könnten Zollkontrollen in der Irischen See eine mögliche Lösung sein. Doch die nordirische Partei DUP, deren Unterstützung die Regierung in London braucht, um im britischen Parlament eine Einigung zu erzielen, ist davon wenig begeistert.

Die DUP-Vorsitzende Arlene Foster bekräftigte, ihre Partei sehe alles negativ. Allerdings bleibe man bei dem Prinzip: Nordirland müsse ganzheitlich innerhalb des Vereinigten Königreichs verbleiben.

Deal hin oder her - Führende EU-Beamte halten eine weitere Verschiebung des britischen Austrittsdatums weiterhin für wahrscheinlich. Das will Premierminister Boris Johnson unbedingt vermeiden.

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